COPARGO https://copargo.de PRINCE2-Beratung und -Training Thu, 22 Jun 2017 15:20:46 +0000 de-DE hourly 1 Sechs E-Learning Trends für Projektmanager – So bildest du dich zeitsparend weiter! https://copargo.de/prince2/blog/e-learning-trends-fuer-projektmanager/ https://copargo.de/prince2/blog/e-learning-trends-fuer-projektmanager/#respond Wed, 21 Jun 2017 06:00:27 +0000 https://copargo.de/?p=8464 Präsenzseminare sind tot. – Hurra, es lebe das E-Learning!  So in etwa lesen sich die Meinungen im Netz zur Zukunft des technologiegestützten Lernens. Wo geht die Reise hin? Wie können Projektmanager moderne Technologien nutzen, um in ihrem Expertengebiet up-to-date zu sein? Aus unserer Sicht als Trainingsunternehmen gibt dieser Artikel Antwort in Form von sechs E-Learning Trends. E-Learning Trend 1: Situatives ...

Der Beitrag Sechs E-Learning Trends für Projektmanager – So bildest du dich zeitsparend weiter! erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Präsenzseminare sind tot. – Hurra, es lebe das E-Learning!  So in etwa lesen sich die Meinungen im Netz zur Zukunft des technologiegestützten Lernens. Wo geht die Reise hin? Wie können Projektmanager moderne Technologien nutzen, um in ihrem Expertengebiet up-to-date zu sein? Aus unserer Sicht als Trainingsunternehmen gibt dieser Artikel Antwort in Form von sechs E-Learning Trends.

E-Learning Trend 1: Situatives Lernen & Micro Learning

Es ist bei vielen Alltagsfragen schon zur Selbstverständlichkeit geworden: der Klick auf YouTube. Dort finden sich tausende Erklärfilme zur Lösung vieler Alltagsprobleme. Folglich findest du hier Antworten zu „Wie binde ich eine Krawatte“ und „Wie tausche ich den Akku meines Handys“.  Infolge nennen Experten diesen Trend der kleinen Lernhappen „Micro Learning“. Das heißt: Lerncontent, der während der Arbeit zum schnellen Lernen und zur Lösung von Problemen genutzt werden kann
Ebenfalls im Projektkontext sind solche konkreten Anleitungen für alle Fragen sinnvoll, die einfach gestellt werden können. Beispielsweise „Wie aktualisiere ich den Budgetstatus meines Projekts?“ oder „Wie gehe ich mit einem Change Request um?“. Voraussetzung ist ein intelligenter Zugang zu allen verfügbaren Lösungen mit Hilfe von Tags, Suchalgorithmen und durchdachten Strukturen.

E-Learning Trend 2: Videos

Wenn es um E-Learning geht (also vereinfacht gesagt: digitales Lernen), so gewinnt das Format „Video“ immer mehr an Bedeutung. Es ist attraktiver und sorgt für die längste Aufmerksamkeit unter allen medialen Formaten. Es vermittelt mehr Inhalte und mehr Informationen. Zudem stellt es eine persönliche Bindung zum Trainer her. Projektmanager finden mittlerweile auf YouTube eine Vielzahl nützlicher Videos zu den unterschiedlichsten Projektmanagementthemen. So zum Beispiel auf unserem YouTube Kanal COPARGO High Perfomance Projects oder auf dem Channel von Projektmanager.com.

E-Learning Trend 3: Mobile Endgeräte

Der Trend zu Tablet und Smartphone geht auch am Thema Lernen nicht vorbei. Die Vorteile sind einfach zu überzeugend. Wissen wird überall verfügbar, die Zugangshürden reduzieren sich auf ein paar Fingerklicks und schon ist das benötigte Wissen parat. Viele Anwendungen, die Lerninhalte für  Projektmanager bieten, sind mittlerweile in Tablet und Smartphone-Versionen verfügbar. Beispiel sind hier Udemy.com für E-Learning-Kurse, LinkedIn.com für Präsentation oder Edudip.de für Webinare.

E-Learning Trend 4: Communities

Social Networks und Communities nutzen den Vorteil der kollektiven Intelligenz . Hier werden stets neue Erkenntnisse gewonnen, wenn Menschen aus verschiedenen Perspektiven an einer Aufgabenstellung arbeiten. Die übliche Form der Gruppenarbeiten in Präsenztrainings lässt sich auch nutzenbringend in eine digitale Form übertragen und muss nicht immer zeitlich synchron erfolgen. Die beliebtesten Formate sind Wikis und Wissensforen. Gerade für Projektmanager, die entfernt von ihren Kollegen in Kundenprojekten im Einsatz sind, stellen diese Formen sinnvolle Ergänzungen dar. Beispiel ist das offene Wiki openpm. Wir von COPARGO haben unsere Wissens-Community über die Firmenwiki-Software Confluence abgebildet.

E-Learning Trend 5: Gamification

Gamification sowie Serious Games bringen den spielerischen Aspekt ins Lernen. Einzelne, aus der Spielewelt bekannten, Komponenten aktivieren Motivation und Ehrgeiz. So zum Beispiel bei Gamification das Sammeln von Punkten oder auch die Abstufung in Levels. In gut vorbereiteten Simulationen können bei Serious Games komplexe Zusammenhänge in einem geschützten Umfeld erlebt und angewendet werden. Dass dabei eine große Portion Spaß dazu gehört und damit den Lerneffekt noch steigert, ist eine weitere positive Eigenschaft. Eine im PRINCE2-Umfeld beliebte und hochwertige Simulation ist Challenge of Egypt von Gamingworks, die auch wir unseren Kunden anbieten.

E-Learning Trend 6: Video-Conferencing und Webinare

Schnelle Internetverbindungen machen es möglich, ortsunabhängig miteinander zu lernen. Demzufolge müssen Trainer und Schüler nicht mehr am gleichen Ort sitzen. Der Lernende kann an jedem Ort, an dem er sich gerade befindet, an den Trainingssessions teilnehmen. Im Grunde genommen im Homeoffice, im Büro, oder im Meetingraum. Ermöglicht wird dies entweder mit Videokonferenzsystemen oder Webinaren. Die Grenzen zwischen Onlinekonferenzen und Webinaren sind dabei fließend. Neben dem bequemen Vorteil ortsunabhängig an einem Training teilzunehmen, spielen für viele Unternehmen auch reduzierte Reisekosten eine Rolle.
Eine einschränkende Empfehlung: Nur wenn es um die Vermittlung von Wissen geht, wie zum Beispiel PRINCE2-Seminare mit dem Ziel ein Zertifikat zu erwerben, dann sollten virtuelle Lernformen in Betracht gezogen werden.
Jedoch was ist mit Präsenztrainings im klassischen Sinne? Brauchen Unternehmen keine Trainer mehr, die vor Ort kommen und mit einer Lerngruppe arbeiten? Ich meine schon. Und zwar immer dann, wenn es um individuelle und komplexe Lernanforderungen geht. Kurzum ist ein erfahrener Trainer vor Ort weiterhin die beste Wahl um einen optimalen Lernerfolg sicherzustellen. Dieser wird dabei immer mehr zum Coach. Auch entstehen durch eine Verlagerung der Wissensvermittlung auf digitale Medien mehr Räume für praktische Übungen und den fallbezogenen Austausch von Erfahrungswissen im Präsenztraining. Alle sechs genannten Trends sind somit als nützliche und wirkungsvolle Ergänzungen anzusehen. Jeder, der sich mit Weiterbildung beschäftigt, sollte sie kennen und in seinen Planungen berücksichtigen.
Wie lernst du am liebsten? Hast du schon Erfahrungen mit digitale Lernformen gesammelt? Kannst du anderen Projektmanagern Lernangebote empfehlen? Die Community freut sich über deine Kommentare.
  • Oliver Buhr - ProjektmanagementInnovativ und praxisnah – Vordenker Oliver Buhr sorgt für hochperformante Projekte auf die leichte Art. Mit den High Performance Projects kombiniert er die weltweit besten Methoden mit innovativen Best Practice-Tools und garantiert ein schlankes Projektmanagement, das smart und agil auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist.
    Hinweis: Kennt Ihr schon die 12 universellen Projektgesetze von COPARGO? Hier informieren

Der Beitrag Sechs E-Learning Trends für Projektmanager – So bildest du dich zeitsparend weiter! erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/e-learning-trends-fuer-projektmanager/feed/ 0
Wieviel Agile vertragen klassische Projekte? https://copargo.de/prince2/blog/wieviel-agile-vertragen-klassische-projekte/ https://copargo.de/prince2/blog/wieviel-agile-vertragen-klassische-projekte/#respond Thu, 25 May 2017 07:16:03 +0000 https://copargo.de/?p=8395 Dieser Blogartikel zeigt dir, welche Potenziale in traditionellen Projekten gehoben werden können, wenn wir nur ein wenig Mut für etwas Neues haben. Er richtet sich besonders an Projektmanager, die bisher über wenig Erfahrung in agiler Projektarbeit verfügen und Lust auf das Ausprobieren von agilen Instrumenten haben.  Den Blogbeitrag gibt es übrigens auch als Video. Du kannst Dir also das Format ganz nach ...

Der Beitrag Wieviel Agile vertragen klassische Projekte? erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Dieser Blogartikel zeigt dir, welche Potenziale in traditionellen Projekten gehoben werden können, wenn wir nur ein wenig Mut für etwas Neues haben. Er richtet sich besonders an Projektmanager, die bisher über wenig Erfahrung in agiler Projektarbeit verfügen und Lust auf das Ausprobieren von agilen Instrumenten haben. 

Den Blogbeitrag gibt es übrigens auch als Video. Du kannst Dir also das Format ganz nach Deinem Geschmack aussuchen. Hier geht es zum Video!

Bevor wir uns anschauen, wie agile Elemente klassische Projekte ergänzen können, sollten wir eine wichtige Frage beantworten: Warum sollten wir denn überhaupt agil sein? Was ist der Nutzen davon, wenn wir agile Elemente in unseren Projekten einsetzten?

Viele Untersuchungsergebnisse, unter anderem die von Professor Komus von der Hochschule Koblenz aus dem Herbst 2016, haben ergeben, dass es vier Punkte gibt, die Projekten nachweislich gut tun und die aufzeigen zu welchen Verbesserungen die agile Anwendung führt.

1. Höhere Flexibilität für Anpassungen im Projektverlauf

Es gibt keinen Zwangsablauf der einmal festgelegte Dinge umsetzt und nur dann eine Planänderung erlaubt, wenn ein Change-Request eingereicht wird. Das führt zu deutlich höherer Flexibilität für Anpassungen im Verlaufe des Projektes.

2. Ergebnisse sind schneller sichtbar und verwendbar

In agilen Projekten wird darauf hingearbeitet, dem Kunden möglichst früh nutzbare und spürbare Ergebnisse zu liefern. So könnten schon schon nach dem ersten oder zweiten Sprint für den Kunden einsetzbare Ergebnisse geliefert werden.

3. Intensivere Ausrichtung auf den Kunden/Anforderer

Ein Kennzeichen von agilen Projekten ist es, dass der Kunde wesentlich stärker als in anderen Projektarten in den Ablauf mit einbezogen wird. Er ist Teil des Projektteam und ist der bestimmende Anforderer,  wenn es zum Beispiel um die Vision, die User-Stories oder auch um die Berurteilung der Ergebnisse geht.

4. Die Motivation im Projektteam ist größer

Wenn agile Instrumente nicht nur angewendet werden, sondern die auch das agile Mindset wirklich verinnerlicht ist, dann ist das eine Garantie für ein motiviertes Projektteam, das mit Engagement und Spaß bei der Sache ist.

Du siehst, es gibt nachweisliche gute  Gründe agil zu sein.

Wann sollten wir agiles Projektmanagement einsetzen?

Viele Projektmanager kommen häufig aus der klassischen Welt und ihnen stellt sich zunächst die Frage wann sich agiles Projektmanagement anbietet. Und wann es besser ist, bei der klassischen Projektvorgehensweise zu bleiben. Wenn sich nun eine agile Vorgehensweise anbietet, sind die Befürchtungen groß, wie dann den Wechsel von klassisch nach agil zu schaffen ist. Gottseidank ist diese Befürchtung unbegründet. Es geht nicht um ein “Entweder-Oder“,  nicht um agile Projekte oder klassische Projekte. Eine Mischung in jedweder Form ist möglich.

Dann lautet die viel bessere Vorgehensweise: Wieviel „agil“ wollen wir in unseren Projekten anwenden? Das Projektmanagement, das wir am besten anwenden sollten, hängt von zwei Kriterien ab:

  1. Ist die Aufgabenstellung für agile Vorgehensweisen gut geeignet?
  2. Wie gut ist unsere Organisation, unserer Unternehmen für agile Vorgehensweisen geeignet?

Diese beiden Fragen zu der Projekteignung und Anwendbarkei schauen wir uns jetzt einmal näher an.

Was sind Projektaufgabenstellungen um agile Vorgehensweisen anzuwenden?

1. Etwas ganz Neues

Agile Vorgehensweisen bieten sich sehr gut bei vollständig neuen Aufgaben an. Das ist typischerweise dann der Fall, wenn wir Neuentwicklung machen. Es gibt zum Beispiel einen Kundenwunsch, der nach einem neuen Produkt, nach einer neuen Lösung ruft – ganz anders, als wir es bisher gemacht haben. Hier bietet sich agil an, weil es hier die Feedback-Zyklen gibt und wir inkrementell und iterativ vorgehen, also auch ganz schnell korrigieren können, wenn wir auf dem Holzweg waren.

2. Kunde/Anforderer unwissend

Wenn der Kunde, bzw. Anforderer unwissend ist. Es fällt ihm also sehr schwer, seine Wünsche auszudrücken und ist kaum in der Lage ein Lastenheft, ein Pflichtenheft oder eine Spezifikation beschreiben zu können.

3. Hohe Unsicherheit

Der dritte Aspekt ist, wenn das Umfeld des Projektes von hoher Unsicherheit geprägt ist. Das kann ein sehr beweglicher Markt sein. Das können bestimmte Risiken in der Unternehmensentwicklung sein. Oder aber auch der Einsatz von neuen Technologien. Immer dann, wenn es schon bei Projektstart Unwägbarkeiten gibt, die den zu gehenden Weg im Projekt nicht klar erscheinen lassen, dann sind die agilen Ansätze im Vorteil.

4. Hoher Marktdruck

Hoher Marktdruck führt dazu, dass wir schnell sein müssen, um erfolgreich zu sein. Das bedeutet, für den Kunden möglichst schnell ein brauchbares und nutzbares Ergebnis zu liefern und da sind agile Vorgehensweisen unschlagbar. Auch in Verknüpfung mit anderen Elementen, wie zum Beispiel Lean-Startup kann eine Markteintritt mit einem neuen Produkt viel schneller bewerkstelligt werden als bei klassischen Vorgehensweisen.

Anwendbarkeit – Wieviel agil verträgt eine Umgebung

Wie empfänglich ist die Organisation für agile Prinzipien? Das kannst Du mit Hilfe der folgenden Punkte prüfen:

Anwendbarkeit - wieviel agil verträgt eine Umgebung?Intensität der Governance: Wieviele Regularien, also Regeln und Vorgaben, Controlling und Entscheidungsrichtlinien sind in Deiner Organisation vorhanden? Je intensiver eine Governance ausgeprägt ist, umso schwieriger wird es (aber nicht unmöglich!)

Art der Führung: Zum agilen Projektmanagement passt eine Führung mit flachen Hierachien, die eher auf Leadership als auf Management ausgerichtet ist. Eine Führung, die den Mitarbeitern Freiräume gibt und nicht einen klassischen “Command in control” Stil pflegt.

Unternehmensgröße: Je kleiner ein Unternehmen, umso kleiner ist das Umfeld, das es einzubinden gilt. Kleine Unternehmen schaffen es viel schneller agil vorzugehen, als größere Unternehmen.

Projektorientierung der Organisation: Unternehmen mit einer sehr starker Linienorganisation, die auf das Tagesgeschäft ausgerichtet ist, sind oftmals schwach in Projekten. Ihnen fällt interdisziplinäres Arbeiten schwer. In der Folge haben sie oft Probleme, gleichzeitig mit dem Tagesgeschäft Projektstrukturen zu etablieren und einen klaren Projektrahmen zu setzen. Je leichter eine Projektorientierung in der Organisation gelebt werden kann, umso einfacher kann auch die Vorgehensweisen zu mehr Agilität gebracht werden.

Räumliche Verteilung des Teams: Die optimale Situation für agiles Arbeiten haben wir, wenn sich alle an einem Standort, idealerweise alle in einem Raum befinden. Je weiter verteilt ein Team ist, sei es über mehrere Stockwerke, mehrere Gebäude, mehrere Standorte bis hin zu mehreren Ländern, umso schwieriger wird es auch, mit agilen Instrumenten zu arbeiten.

All dies zusammen bildet die Unternehmenskultur. Deshalb ist auch die Kultur die größte Hürde, echtes agiles Arbeiten zu implementieren.

Agile Instrumente

Du weißt nun, welche Projekte gute Agilität vertragen können und welche Organisation es leichter haben, mit der Anwendung von agilen Instrumenten. Da bleibt nun noch die Frage offen: Welche agilen Instrumente kommen denn überhaupt in Frage? Wie gut sind agile Instrumente auch punktuell in klassischen Umgebungen einsetzbar?

Dieses Bild veranschaulicht es: Auf der linken Seite brauchen wir den ganzen Organismus, dort brauchen wir also ein agiles Mindset und einen agilen Gesamtrahmen. Je weiter wir nach rechts kommen, umso einfacher ist das Implementieren von agilen Elemente in unsere “klassischen Projekten”. Wenn Du erste agile Instrumente ausprobieren möchtest, empfehle ich dir für den Anfang also folgende:

1.Taskboards
Taskboards können auch Scrumboards oder Kanban Boards heißen. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Wir visualisieren unseren Arbeitsvorrat und den Status der Arbeitspakete indem wir sie auf ein für alle sichtbares Board packen – möglichst als Pinnwand und Kärtchen, als Whiteboard oder auch an der Wand mit Post-Its oder Stattys. Der Vorteil: Das  gesamte Team hat immer die Arbeitspakete und ihren aktuellen Stand vor Augen. Das geht auch super in klassischen Projekten, idealerweise wenn man natürlich in einem Raum zusammen ist. Für verteilte Teams gibt es aber auch gute Lösungen, die einen guten Kompromiss bilden, zum Beispiel Trello.

2. Definition of Done

Dieses Instrument ist prinzipiell aus dem klassischen Projektmanagement bekannt. Dort wird durch Abnahmekriterien für jedes einzelne Ergebnis klar definiert, wann es fertig ist. In agilen Vorgehensweisen, wie zum Beispiel in Scrum, ist das allgemeiner gehalten u. Die Definition of Done beschreibt generisch und allgemein, wann ein Ergebnis fertig ist.

Ein Beispiel:
„Ergebnisse dieses Projektes sind dann fertig, wenn

  1. ein Anwender es für einsatztauglich erklärt hat
  2. es nachweislich getestet wurde
  3. es an Ablageort xy auffindbar ist
  4. die Dokumentation zur Anwendung und zur Wartung vorliegt“

Diese allgemeine „Definition of Done“ kann in klassischen Projekten auch wunderbar als Ergänzung eingesetzt werden

3. Standups:

Standups sind tägliche (oder wöchentliche) kurze Meetings mit einer ganz konkreten Agenda und mit ganz klaren restriktiven Vorgaben. Dieses Instrument macht die Kommunikation im Team enorm transparent, was wunderbar dem Austausch dient. Wegen der klaren Regeln dient es auch der Disziplinierung um Meetings fokussiert durchzuführen. Auch Standups können ganz einfach in klassischen Projekten integriert werden.

4. Priorisierung

In agilen Projekten muss priorisiert werden, denn das Ende der Phasen ist unverrückbar fest. Weil deshalb meistens nicht alle Anforderungen umgesetzt werden können,  müssen diese mit unterschiedlicher Gewichtung priorisiert werden. Es wird in der Regel in vier Kategorien priorisiert: Must have, Should have, Could have, Won’t have (Abkürzung: MoSCow). Auch dieses Instrument lässt sich prima in klassischen Projekten anwenden.

Was sind die Nebenwirkungen agiler Instrumente?

Das Schaubild zeigt die positiven Nebenwirkungen agiler Instrumente. Du hast erwartet, dass es auch negative gibt? Die gibt es nicht.
Hab den Mut, das Ganze auszuprobieren und in deinen Projekten einfach einmal etwas anders zu machen. Auch wenn du nicht sofort 100 % agil werden willst. Ausprobieren erweitert in jedem Fall den Horizont!

In Kürze zusammengefasst:

1. Es gibt kein Entweder-Oder: Es gibt die Möglichkeit des Mischens. Du kannst selektiv vorgehen und dir zu Beginn agile Instrumente rauspicken, Du kannst in einem weiteren Schritt hybrid vorgehen, also eine Projektvorgehensweise schaffen, die das Beste aus beidem beinhaltet. Als Beispiel sei dir unser SmartPM empfohlen. SmartPM ist nämlich genau so ein hybrides Framework mit den besten Elementen aus verschiedenen Welten

2. Du kannst morgen beginnen:  Schau im Internet nach den Begriffen Daily Standup, Taskboard oder Definition of Done. Gute Einstiegspunkte findest du auf openpm.info und wikipedia.org. Mit dem Wissen ausgestattet kannst Du kannst diese Instrumente sofort ohne irgendeine Ausrede einsetzen.

3. Klassische Projektorganisation können sich agil entwickeln: Es braucht kein Big Bang, es braucht keine schnelle Transformation, es braucht kein Switch der Methode, etwa von PMI nach Scrum. Es ist vielmehr eine Entwicklung, die ihr vornehmen könnt und jede Organisation hat dabei ihr eigenes Tempo.

4. Agil ist ein Kulturthema: Es ist kein Methodenthema. Agil wird man nicht, indem man ein Scrum-Kurs besucht und dann das Projektmanagementhandbuch umschreibt von klassischer Vorgehensweise in agiler Vorgehensweise. Dafür braucht es mehr. Es ist nämlich ein Kulturthema und da darfst du auch überlegen, wie reif deine Organisation für agiles Projektmanagement ist.

Jedes Projekt kann von agilen Elementen profitieren kann. Bei kleinen Instrumenten, die punktuell einsetzbar sind geht das am allerbesten.

Wir werden passend zu diesem Artikel ergänzende Toolsteckbriefe erstellen und veröffentlichen. Wenn Du sie nicht verpassen möchtest, dann abonniere am besten jetzt gleich unseren Newsletter. Außerdem bekommst du von uns alle zwei Wochen montags komprimierte Impulse, an welchen Stellschrauben Du in Deiner Projektumgebung drehen kannst.

Sind Fragen offen geblieben? Schreib uns gerne an office@copargo.de oder direkt hier in die Kommentare.

Der Beitrag Wieviel Agile vertragen klassische Projekte? erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/wieviel-agile-vertragen-klassische-projekte/feed/ 0
Expertencheck PRINCE2 2017 – das steckt wirklich drin im neuen Update https://copargo.de/prince2/blog/prince2-2017-update-und-bewertung/ https://copargo.de/prince2/blog/prince2-2017-update-und-bewertung/#respond Mon, 22 May 2017 14:07:43 +0000 https://copargo.de/?p=8306 Projekte scheitern häufig trotz guter und professioneller Projektplanung. Selbst wenn das gut geplante Projekt mit viel Einsatz und Energie gemanaged und vorangetrieben wird, kann es passieren, dass es als Rohrkrepierer endet. Vermutlich kann jeder erfahrene Projektmanager von solchen Projekten berichten. Dieser Artikel hilft, die Ursache für diese Art des Scheiterns zu erkennen und künftig zu vermeiden. Hierbei geht es nicht darum, die Projektplanung zu verbessern, sondern den Prozess, der vor der Planung des Projektes durchlaufen werden sollte.

Der Beitrag Expertencheck PRINCE2 2017 – das steckt wirklich drin im neuen Update erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Die PRINCE2 Methode hatte seit 8 Jahren niemand mehr durchforstet. Jetzt aber ist Axelos mit neuen Besen und über 100 Beteiligten angerückt, um die Methode wieder fit für den Frühling, für die neuen Herausforderungen der so schnellen und so vielseitigen Projektwelt zu machen. Entstanden ist PRINCE2 2017. Was sich geändert hat und ob Axelos mit PRINCE2 2017 der große Wurf gelungen ist, werden wir in diesem Artikel ausführlich behandeln.

Im Januar hatten wir ja bereits über das angekündigte Update PRINCE2 2017 berichtet. Damals mussten wir uns noch stark auf die offiziellen Ankündigungen von Axelos, dem Eigentümer der Methode, berufen – siehe „DAS BRANDNEUE PRINCE2 UPDATE – ALLES WAS DU WISSEN MUSST„.

Seither sind wir Trainer stärker eingestiegen. Wir halten das offizielle Manual in den Händen, haben uns intensiv eingelesen und auf unserem Trainertag Anfang April gemeinsam diskutiert. Wir haben selbst unsere Update Practitioner Examen abgelegt und Foundation-Examensfragen reviewt, uns also selbst in die Rolle eines PRINCE2 Prüflings begeben.

Aus dieser Perspektive – und aus unserer Sicht als PRINCE2 Experten, mit all den Erfahrungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden in den vergangenen fast 20 Jahren gemacht haben, möchten wir heute unsere Einschätzung über das Update PRINCE2 2017 geben.

PRINCE2 2017 passt sich der Projektumgebung an

Die „Anpassung an die Projektumgebung“ war schon immer eines der vier Elemente der Methode PRINCE2. Es wurde aber sehr stiefmütterlich behandelt – ein paar Seiten am Ende des Buches, das war’s. Examensfragen dazu – ganz selten. Vielleicht hat das dazu beigetragen, dass die – eigentlich flexibelste, generische, schlanke – Methode PRINCE2 in Bewertungen oft als bürokratisch abgewertet wurde.

Nun ist das Kapitel im neuen Handbuch nach vorne geholt worden. Hier schlagen die Autoren ganz konkret die Brücke zu möglichen Projektumgebungen. Zu kleinen Projekten, zu agilen Projekten, oder auch zu Projekten, die Teil eines übergeordneten Programms sind.

Zusätzlich gibt es zur Anpassung in jedem der 7 Themen-Kapitel einen Abschnitt der Minimalanforderungen für PRINCE2 Projekte, sowie Anleitungen und Tipps für bestimmte Projektarten und -umgebungen. Wie ist das denn zum Beispiel bei kleinen Projekten: Welche Rollen können zusammengelegt werden? Muss ich alle Berichte schriftlich machen? Geht das auch per Email? Wie plane ich denn ein PRINCE2 Projekt mit agilen Teams? Erstellt der Projektmanager im Rahmen eines Programms nochmal einen eigenen Business Case? Und wem „gehört“ der? Dem Lenkungsausschuss oder dem Programm Management? Das sind zum Beispiel Fragen, die im Manual aufgenommen und aus PRINCE2 Sicht beantwortet werden.

Fokus auf die 7 PRINCE2 Prinzipien

Starker Fokus wird im Update PRINCE2 2017 auch auf die (bekannten) 7 Grundprinzipien gelegt. Sie machen die besondere PRINCE2-Projektkultur deutlich: Delegation, Fehlerkultur, Transparenz. Schon immer haben die Prinzipien in unseren Trainings einen wichtigen Stellenwert gehabt. Denn sie prägen das Mindset eines Projektmanagers und das ist viel erfolgsbestimmender als Prozesse haargenau zu befolgen. Auf das PRINCE2-Mindset wird jetzt auch in den Examensfragen mehr Wert gelegt, neuerdings auch im Practitioner Examen.

PRINCE2 Begriffswelt

Konkrete Änderungen von PRINCE2 Begriffen gibt es nur bei den bisherigen „Managementstrategien“. Sie wurden jetzt zu „Management Approaches“ (eine offizielle deutsche Übersetzung wird es erst im nächstes Jahr 2018 geben). Bis auf die Konfigurationsmanagementstrategie, die nun – analog zum Thema Änderungen – „ Change Control Approach“ heißt und um die Hälfte eingekürzt wurde, hat sich hier inhaltlich aber nicht viel getan.

Eines der Managementprodukte ist jedoch ohne viel Aufhebens auch inhaltlich geändert worden: Der Nutzenrevisionsplan wird nun zum „Benefits Management Approach“. Im Gegensatz zu den alten, rückwärtsgewandten Nutzenmessungen im Nutzenrevisionsplan soll im neuen Benefits Management Approach auch proaktiv definiert und geplant werden, wie man denn den gewünschten Nutzen aus dem Projekt sicherstellen will. Hier wurde ein neues, richtig gutes Managementprodukt mit Potenzial entwickelt! Da haben die agilen Methoden wie Lean Start-up, Design Thinking etc. positiven Einfluss genommen.

Grundsätzlich sind die Vorgaben für das Aussehen eines Managementprodukts von PRINCE2 bewusst ganz stark zurückgenommen worden. Vollständig herausgenommen wurden beispielsweise Vorgaben für das Projekttagebuch oder auch den Konfigurationsdatensatz. Ansonsten betont das neue PRINCE2: Der Zweck und das Projektumfeld sind entscheidend – alles andere liegt im Ermessen des Projektmanagers bzw. des Lenkungsausschusses.

Examen

PRINCE2 Foundation
Das Foundation Examen behält seine ursprüngliche Form, wird aber durch PRINCE2 2017 um 15 Fragen auf insgesamt 60 Fragen gekürzt. Es gibt keine 5 Testfragen mehr. Die Examenszeit bleibt bei 60 Minuten.

Die Bestehensgrenze wurde jedoch auf 60 Prozent (mindestens 36 richtige Antworten) hochgesetzt.

PRINCE2 Practitioner
Das Practitioner Examen ist in seiner Form stark vereinfacht worden. Es bezieht sich weiterhin auf ein Projektszenario. Das ist jedoch auf eine Seite plus eine Seite Zusatzinformation zum Thema Organisation heruntergekürzt worden.

Es gibt keine umständlichen Fragetechniken wie die alten „Behauptung-Begründung“ Fragen oder das Einordnen in bestimmte Abschnitte eines Managementprodukts mehr. Allerdings ist der Level der Fragen durchgehend hoch (Blooms Level 3 und 4).

Auch beim Practitioner Examen ist die Anzahl der Fragen um 5 auf insgesamt 75 Fragen gekürzt worden. Die Examenszeit bleibt bei 2 Stunden 30 Minuten.

Die wichtigste Änderung beim Practitioner Zertifikat ist die Verkürzung der Gültigkeitsdauer auf nur noch 3 Jahre. Eine Rezertifizierung durch eine einstündige gekürzte Examensfassung ist nicht mehr möglich. PRINCE2 Practitioner können entweder über das Prinzip einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft bei Axelos Punkte für die Verlängerung ihres Zertifikats sammeln (z.B. durch Schulungen, Literatur, Praxis etc.). Alternativ ist eine vollständige, neue Practitioner Zertifizierung nach 3 Jahren möglich.

Einführungszeitplan

Der aktuelle Zeitplan von AXELOS sieht folgende Schritte vor:

  • Ab Ende Mai 2017 ist das offizielle Manual PRINCE2 2017 auf Englisch erhältlich.
  • Ab Mitte Juli sind englische Examen möglich
  • Ab Anfang 2018 starten die offiziellen Übersetzungen durch Axelos, unter anderem ins Deutsche.
  • Ab Mitte 2018 werden deutsche PRINCE2 2017-Examen verfügbar sein.
    Eine Übergangsfrist von 6 Monaten nach Veröffentlichung ermöglicht parallel Examen nach dem bisherigen und dem neuen PRINCE2
    Eintägige Rezertifizierungen für PRINCE2 Practitioner mit einstündigem Examen werden in diesem Zeitraum auch noch möglich sein
  • Ab Anfang 2019 wird es nur noch das Examen nach dem PRINCE2 2017 Update geben

Fazit zu PRINCE2 2017

Wer auf eine Revolution beim neuen PRINCE2 gesetzt hat, hat sich getäuscht. Das neue PRINCE2 ist eher ein Facelift. Es geht in die richtige Richtung, wie wir finden. PRINCE2 ist und bleibt für uns die beste Beschreibung für eine pragmatische, konsistente und vollständige Projektmanagementumgebung. Und wird mit jedem Update noch besser.

Gespannt werden wir noch einige Monate auf die deutsche Übersetzung des PRINCE2 Update 2017 warten müssen. Das gibt uns in Deutschland die Möglichkeit, die ersten Feedbacks unserer englischen Partner zu erfahren und bis dahin unsere Trainings mit unserem bewährten COPARGO Ansatz zu fahren:

  • Wirkung entfalten statt nur Examen bestehen
  • Praxis Knowhow für das Tagesgeschäft des PRINCE2 Projektmanagers
  • Anpassung an die eigene Projektumgebung

Eine genauere Beschreibung von unserer Art. PRINCE2-Trainings durchzuführen, findest du hier auf unserer Website. (Und wenn wir es uns so richtig überlegen, dann vermitteln wir mit unserem COPARGO-Style das neue PRINCE2 eigentlich schon seit vielen Jahren)

Wie denkst du über das Update? Wo sind für dich die Stellen bei PRINCE2, die auch ein Facelift nötig haben?

  • Beate Friedrich

    Beate Friedrich - PRINCE2 TrainerinBeate Friedrich Methode und Praxis sind keine Gegenpole sondern gehören untrennbar zusammen. Diese Botschaft lebt Beate Friedrich in ihren Trainings und vermittelt auf dieser Basis Lösungsansätze, die Methode und Praxis sowie die Erfahrungsschätze unzähliger Projektmanager vereinen..

Merken

Merken

Merken

Der Beitrag Expertencheck PRINCE2 2017 – das steckt wirklich drin im neuen Update erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/prince2-2017-update-und-bewertung/feed/ 0
Communtiy Day Speaker Andreas Lowinger im Interview zum Thema „Projektmanagementinstrumente in Zeiten von 4.0 – Projekte dürfen auch erfolgreich sein …“ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-andreas-lowinger/ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-andreas-lowinger/#respond Fri, 21 Apr 2017 09:56:58 +0000 https://copargo.de/?p=8299 Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind ...

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Andreas Lowinger im Interview zum Thema „Projektmanagementinstrumente in Zeiten von 4.0 – Projekte dürfen auch erfolgreich sein …“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind in dein Projektmanagement! Wir haben unsere Speaker vorab interviewt, um dir eine kleine Vorschau auf die Themen zu geben. Jede Woche stellen wir unsere Speaker vor, heute im Interview: Andreas Lowinger.

Oliver Buhr: Ich freue mich, dass Andreas auch bei unserem Community Day dabei sein kann – Projektmanagement im digitalen Wandel. Da ist Andreas ein super Kandidat. Wir haben uns vor ein paar Jahren kennengelernt, zum Thema “Management 3.0”.

Andreas ist Management 3.0 Facilitator, das heißt, er hat ein großes Interesse und auch große Erfahrungen, was modernes Führen betrifft; was agiles Management betrifft und Andreas ist auch gleichzeitig ein ganz erfahrener Trainer im Projektmanagement.

Du bist Trainer für Prince 2 und auch Trainer in anderen Projektmanagementansätzen. Für Dich ist es ganz wichtig, Dinge zu vermitteln, die auch wirklich den Teams und den Personen im Projekt helfen und dafür sorgen, dass Projekte über ein gut funktionierendes Teams und gut funktionierende Kommunikation zum Erfolg geführt werden. Richtig, gibt es noch etwas zu ergänzen?

Andreas Lowinger: Ja, das war eine sehr schöne Einführung und ja, Standards sind hilfreich, aber letztendlich geht es darum, dass Teams besser arbeiten können, mit allem was dazu hilft.

Oliver Buhr: Genau und zu diesem Thema hast Du auch einen Workshop konzipiert. Willst Du uns kurz sagen, um was es da geht?

Andreas Lowinger: Das Thema haben wir genannt “Projektmanagement in Zeiten von 4.0 – Projekte dürfen auch erfolgreich” sein. Inhaltlich habe ich das Dilemma gesehen, jetzt mal ohne Digitalisierung: Wir haben eine explodierende Anzahl von Projektmanagement-Standards von Projektmanagement-Zertifizierungen auf der einen Seite. Wenn man sich auf der anderen Seite anschaut, wie erfolgreich Projekte sind, also in Scope Time Cost, da sage ich jetzt mal provokativ gibt es fast keine. Die Frage ist: Wo kommt das her? Wo kommt dieses Paradoxon her?

Oliver Buhr: Okay und da gibst Du einen Lösungsansatz auf einer ganz anderen Ebene, also nicht die Methodenebene, sondern etwas, was ursächlicher hilft. Ist das richtig?

Andreas Lowinger: Ja, das ist genau der Punkt: Methoden unterstützen. Aber offensichtlich, wenn wir so viele Methoden haben, läuft da was anderes schief und da landen wir beim Mensch.

Oliver Buhr: Ja, genau und warum glaubst Du, dass das gerade etwas mit unserem Motto “Projektmanagement im digitalen Wandel” zu tun hat?

Andreas Lowinger: Projekte haben generell schon mit Unsicherheit zu tun per Definition und durch den digitalen Wandel wird alles viel schneller. Ich habe vorgestern gelesen, dass Google IBM – die Technologieführer – selbst, maximal noch für einen Zeitraum von sechs Monaten planen, weil sie sowieso nicht wissen, was in einem halben Jahr für Technologien vorhanden sind. Das zeigt glaube ich auch die Herausforderung, die da drin steckt und gleichzeitig auch die Chance im Projektmanagement.

Oliver Buhr: Ja. Also Projektmanagement im klassischen Sinne mit all den Instrumenten, die man vor 20 Jahren gelehrt hat, haben vielleicht weiterhin eine Bedeutung, nur wenn wir wirklich mit dem digitalen Wandel konfrontiert sind, rücken auch andere Dinge in den Fokus. Was nehmen denn die Teilnehmer mit, wenn sie in Deinem Workshop dabei sind?

Andreas Lowinger: Zum einen werde ich den Status Quo in der Projektlandschaft herleiten – was sind die Hintergründe dafür, wenn es nicht so rund läuft? Und das wird glaube ich schon einen kleinen Aha-Effekt liefern. Da sind wir auf der Ebene Prinzipien und Glaubenssätze, also ein wenig Psychologie. Dann gebe ich den Teilnehmern aber auch praktische Hilfsmittel mit, wie sie damit arbeiten können im Team. Mir ist ganz wichtig, dass es nicht nur bei der Theorie bleibt, sondern praktisch anwendbar ist.

Oliver Buhr: Ja, Erkenntnis ist das Eine, Instrumente an der Hand zu haben, ist das andere. Wir sind auch schon wieder am Ende unseres kleinen Teasers für Deine Session. Eine abschließende Frage, die ich auch allen anderen gestellt habe: Wie sieht für Dich Projektmanagement in fünf Jahren aus?

Andreas Lowinger: Wie es auf der Methodenseite eben aussieht, weiß ich nicht, aber ist ist der Erfolgsfaktor, der für Unternehmen noch mehr werden wird.

Oliver Buhr: Okay, ja, wegen der immer bedeutsamer werdenden Veränderung.

Andreas Lowinger: Genau. Agilität bedeutet Geschwindigkeit und Beweglichkeit und das brauchen wir dafür.

Oliver Buhr: Ja, das ist ein schönes Schlusswort. Das gibt uns beiden als Leute, die mit Projektmanagement ihr Business machen, auch eine gute Zuversicht für die Zukunft. Ich freue mich, Andreas, Dich am 27. April auf unserem Community Day zu sehen und ich werde auf jeden Fall auch schauen, dass ich bei Dir in der Session mit dabei bin. Das hört sich alles richtig spannend an. Vielen Dank!

Bist du jetzt neugierig geworden und hast Lust darauf bekommen, einen ganzen Tag zusammen mit motivierten und inspirierenden Gleichgesinnten zu verbringen, um der Frage nachzugehen: Was passiert, wenn agiles Projektmanagement auf Digitalisierung trifft? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für den Community Day!

Lerne weitere Speaker kennen:

„DIGITALE ARBEITSWELT – WO BLEIBEN DIE MENSCHEN? DIE FIRMEN-DNA SCHAFFT NEUES VERSTÄNDNIS“

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Andreas Lowinger im Interview zum Thema „Projektmanagementinstrumente in Zeiten von 4.0 – Projekte dürfen auch erfolgreich sein …“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-andreas-lowinger/feed/ 0
Communtiy Day Speaker Gebhard Borck im Interview zum Thema „Digitale Arbeitswelt – Wo bleiben die Menschen? Die Firmen-DNA schafft neues Verständnis“ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-gebhardborck/ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-gebhardborck/#respond Mon, 17 Apr 2017 05:35:49 +0000 https://copargo.de/?p=8296 Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind ...

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Gebhard Borck im Interview zum Thema „Digitale Arbeitswelt – Wo bleiben die Menschen? Die Firmen-DNA schafft neues Verständnis“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind in dein Projektmanagement! Wir haben unsere Speaker vorab interviewt, um dir eine kleine Vorschau auf die Themen zu geben. Jede Woche stellen wir unsere Speaker vor, heute im Interview: Gebhard Borck.

Oliver Buhr: Auf der anderen Seite habe ich Gebhard Borck zugeschaltet, der gemeinsam mit anderen Speakern diesen Community Day mitgestalten möchte. Gebhard Borck ist Berater, ist Coach in dem Umfeld Gestaltung von neuen Arbeitswelten. Gebhard ist Buchautor. Ich habe auch seine beiden Bücher im Regal stehen – ich kenne zwei, aber ich weiß nicht, ob er schon mehr hat. Das kann er uns vielleicht sagen. Schon beim letzten Community Day hat Gebhard eine tolle Session gemacht, die sich mit Sinnkoppelung beschäftigt hat. Das hat mir super gefallen und aus dem Grund freue ich mich, dass Gebhard Borck wieder bei uns ist.

Gebhard, die erste Frage, die ich Dir stellen möchte: Welches Thema bringst Du denn dieses Jahr auf dem Community Day mit?

Gebhard Borck: Dieses Jahr werden wir den genetischen Code einer Firma entstückeln und wenn man so will, die Genmanipulation, die notwendig ist, einmal durchführen.

Oliver Buhr: Okay. Wir haben ja das Motto “Projektmanagement im digitalen Wandel”. Inwieweit glaubst Du, ist das ein passendes Thema für unser Motto auf dem Community Day?

Gebhard Borck: Die anstehende digitale Veränderung ist ja nicht nur eine technologische Veränderung, sondern die Veränderung ruft Kulturumbrüche hervor. Wir reden da von Millennials und wir reden von Generation Y und Generation X und die Frage ist natürlich: Wie ermögliche ich in meiner Firma eine Kommunikation, um diese digitalen Medien und Umbrüche herum und gleichzeitig so viel wie möglich von der Firmenkultur erhalte?

Oliver Buhr: Okay, das heißt, es hat viel zu tun mit Kommunikation; es hat viel zu tun mit Kultur und wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du da ein Denkmodell entwickelt, um das besser verständlich zu machen und um den Teilnehmern auch wirklich konkrete Hinweise zu geben, wie sie im Projektmanagement von morgen besser gewappnet sein können. Was nehmen die Teilnehmer konkret aus Deiner Session mit?

Gebhard Borck: Konkret mitnehmen tun sie zum einen ein Werkzeug – ein ganz pragmatisches Werkzeug, mit dem man Brücken bauen kann zwischen unterschiedlichen Kulturen, also wo man Transformation und Veränderung besprechbar machen kann, ohne dass man aus der eigenen Sprache raus muss. Firmen tun heute, wenn sie etwas neues bringen, oft den Sprachraum aus einer Firma gebrauchen – dann versteht man sich nicht mehr. Da kommt irgendwann das babylonische Kauderwelsch und ich bringe ein Werkzeug mit, das dieses babylonische Kauderwelsch verhindert.  

Oliver Buhr: …und wir eine gemeinsame Sprache sprechen können.

Gebhard Borck: Genau! Man bleibt bei einer gemeinsamen Sprache, egal ob man von der alten Welt oder der neuen Welt spricht – man bleibt trotzdem in der gleichen Sprache. Das Werkzeug werde ich mitbringen und das können dann natürlich auch die Teilnehmer mitnehmen.

Oliver Buhr: Super, prima. Wie wird für Dich das Projektmanagement in fünf Jahren aussehen oder sich verändert haben?

Gebhard Borck: Ich denke, das Projektmanagement wird eine noch größere Rolle spielen. Es ist immer wieder erkennbar, dass die Linienorganisation starke Mängel aufweist, gerade im Umgang mit digitalen Technologien, also viel, viel mehr wird zum Projekt. Es wird immer mehr zu kleinen, geschnittenen Projekten und agile Methoden zeigen, da sie fast überall funktionieren können. Deswegen gehe ich davon aus, dass Projektmanagement in fünf Jahren noch stärker als heute als gesamtorganisatorisches Werkzeug fest anerkannt sein wird.

Oliver Buhr: Okay, das heißt also, dass vielleicht auch unser Thema Projektmanagement und Community Day und das gesamte Drumherum ständig im Wachsen begriffen ist und auch eine größere Bedeutung haben wird. Vielen Dank, Gebhard, für dieses ganz kurze Intro. Ich freue mich natürlich, Dich am 27. April persönlich begrüßen zu können.

Bist du jetzt neugierig geworden und hast Lust darauf bekommen, einen ganzen Tag zusammen mit motivierten und inspirierenden Gleichgesinnten zu verbringen, um der Frage nachzugehen: Was passiert, wenn agiles Projektmanagement auf Digitalisierung trifft? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für den Community Day!

Lerne weitere Speaker kennen:

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Gebhard Borck im Interview zum Thema „Digitale Arbeitswelt – Wo bleiben die Menschen? Die Firmen-DNA schafft neues Verständnis“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-gebhardborck/feed/ 0
Projektplanung für die Mülltonne? https://copargo.de/prince2/blog/projektplanung-fuer-die-muelltonne/ https://copargo.de/prince2/blog/projektplanung-fuer-die-muelltonne/#respond Fri, 14 Apr 2017 10:39:21 +0000 https://copargo.de/?p=8265 Projekte scheitern häufig trotz guter und professioneller Projektplanung. Selbst wenn das gut geplante Projekt mit viel Einsatz und Energie gemanaged und vorangetrieben wird, kann es passieren, dass es als Rohrkrepierer endet. Vermutlich kann jeder erfahrene Projektmanager von solchen Projekten berichten. Dieser Artikel hilft, die Ursache für diese Art des Scheiterns zu erkennen und künftig zu vermeiden. Hierbei geht es nicht darum, die Projektplanung zu verbessern, sondern den Prozess, der vor der Planung des Projektes durchlaufen werden sollte.

Der Beitrag Projektplanung für die Mülltonne? erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Projekte scheitern häufig trotz guter und professioneller Projektplanung. Selbst wenn das gut geplante Projekt mit viel Einsatz und Energie gemanaged und vorangetrieben wird, kann es passieren, dass es als Rohrkrepierer endet. Vermutlich kann jeder erfahrene Projektmanager von solchen Projekten berichten. Dieser Artikel hilft, die Ursache für diese Art des Scheiterns zu erkennen und künftig zu vermeiden. Hierbei geht es nicht darum, die Projektplanung zu verbessern, sondern den Prozess, der vor der Planung des Projektes durchlaufen werden sollte.

Der Prozess vor der Projektplanung ist entscheidend

Ich möchte dir zu diesem Zweck die vollständige Aufzeichnung meines Webinars „Top10-Fallen beim Projektstart“ zur Verfügung stellen (einfach Video unten starten). In diesem Webinar präsentiere ich die 10 häufigsten Gründe, die oft das Scheitern von Projekten zur Folge haben, deren Ursache aber VOR der Projektplanung liegt. Die Downloads, Tools und Ressourcen, die ich in diesem Webinar erwähne, kannst du unterhalb des Videos kostenlos anfordern.

Die Top10-Fallen beim Projekstart bzw. was vor der Projektplanung falsch gemacht wird:

Aber nun zu den zusätzlichen (Pre-) Projektplanungs-Ressourcen, die ich im Webinar versprochen habe. Hier sind sie:

✔ Das Bluesheet in der SmartPM- oder der PRINCE2-Version. Unser Topseller bei Amazon mit dem ein Team innerhalb von Stunden ein Projekt vollständig aufsetzen kann.
✔ Der Toolsteckbrief „Stakeholderanalyse“. Es ist eine von vielen Beschreibungen aus unserer SmartPM Toolbox und für den Projektstart ganz besonders wichtig.
✔ Die Checkliste „10 Fragen zum Projektstart“, die aus einem kürzlich veröffentlichten Blogbeitrag entstanden ist.
✔ Und natürlich das Handout der Webinarpräsentation. „Die Top10 Fallen beim Projektstart“.

An welche E-Mail-Adresse soll ich dir alle Ressourcen in einer kompletten ZIP-Datei zuschicken?

Wenn du Fragen oder eigene Erfahrungen zu der entscheidenden Phase vor der Projektplanung hast, also Dinge, die den Projektstart betreffen, dann freue ich mich über deine Kommentare.

  • Oliver Buhr - ProjektmanagementInnovativ und praxisnah – Vordenker Oliver Buhr sorgt für hochperformante Projekte auf die leichte Art. Mit den High Performance Projects kombiniert er die weltweit besten Methoden mit innovativen Best Practice-Tools und garantiert ein schlankes Projektmanagement, das smart und agil auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist.
    Hinweis: Kennt Ihr schon die 12 universellen Projektgesetze von COPARGO? Hier informieren

Der Beitrag Projektplanung für die Mülltonne? erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/projektplanung-fuer-die-muelltonne/feed/ 0
Communtiy Day Speaker Torsten J. Koerting im Interview zum Thema „Wie es großen Unternehmen gelingt, unterschiedliche Projektkulturen zu leben“ https://copargo.de/prince2/blog/torsten-j-koerting/ https://copargo.de/prince2/blog/torsten-j-koerting/#respond Thu, 13 Apr 2017 17:04:50 +0000 https://copargo.de/?p=8276 Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind ...

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Torsten J. Koerting im Interview zum Thema „Wie es großen Unternehmen gelingt, unterschiedliche Projektkulturen zu leben“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind in dein Projektmanagement! Wir haben unsere Speaker vorab interviewt, um dir eine kleine Vorschau auf die Themen zu geben. Jede Woche stellen wir unsere Speaker vor, heute im Interview: Torsten Körting.

Oliver Buhr: Auf der anderen Seite sitzt jetzt Torsten Koerting, der auch Speaker auf unserem Community Day ist. Hallo Torsten, ich grüße Dich!

Torsten Koerting: Hallo Oliver, ich grüße Dich! Danke, dass ich dabei sein darf!

Oliver Buhr: Ich möchte ein paar Worte vorab zu Torsten Koerting sagen. Torsten Koerting ist sehr ähnlich wie ich hauptsächlich in dem Thema Projektmanagement drin und Torsten Koerting ist auch sehr präsent. Torsten ist nämlich neben Hochschuldozent auch Redner, Buchautor und natürlich Coach und Berater. Ich habe selber ein Buch von Dir, Torsten, hier bei mir im Bücherregal stehen. Das ist das Turn around Buch, das mir sehr gut gefallen hat, weil es sich wirklich mit einem ganz konkreten Thema beschäftigt, wie man Projekte in Schieflage wieder zurück auf Spur bekommt. Was mir besonders gut gefällt: Als ich mich ein bisschen vorbereitet habe, ist, dass Du Dich nicht einfach so als Berater mit unheimlich viel Wissen verstehst, sondern dass Du Dich als Enabler siehst; dass Du jemand bist, der Kunden und Projekte begleitet und Impulse setzt und dabei hilft, Veränderungen anzustoßen. Das finde ich wirklich eine sehr schöne Einstellung.

Habe ich etwas vergessen, Torsten? Gibt es noch was zu erwähnen über Dich?

Torsten Koerting: Was soll ich sagen? Nach der Vorstellung kann es jetzt nur noch schlechter werden. Vielen Dank dafür!

Oliver Buhr: Ja prima. Dann lass uns mal einsteigen: Du bist am 27. April dabei als einer derjenigen, der eine Session gestaltet. Was für ein Thema bringst Du mit?

Torsten Koerting: Erstmal vielen Dank, dass ich dabei sein darf! Den Community Day gibt es jetzt schon ein paar Jahre. Es ist jetzt das erste Mal, dass ich dazu einen Beitrag leisten kann. Das Thema, was ich mir überlegt hatte ist eins, auf das ich schon vor vielen Jahren in wöchentlichen Vorträgen hingewiesen habe. Damals noch getrieben aus dem Buch “The World is flat” von Thomas Friedman. Da ging es um die Globalisierung und die zehn flatteners, die dazu geführt haben, dass die Welt immer weiter zusammenwächst. Ich glaube der Begriff, der heute geprägt wird, ist das Thema “Vuca World”, also wir in einer volatilen Welt leben, wo Veränderung der Schlüssel ist; das Thema Unsicherheit eine sehr große Rolle spielt.

Ich glaube, was sich gerade in Amerika tut und in der Diskussion mit Europa, zeigt das deutlicher als es je hätte gezeigt werden können. Die Welt wird komplexer, das war auch mit eines meiner Beweggründe damals vor vielen Jahren, weil durch die Globalisierung, die Welt vielerorts komplexer geworden ist und das Thema “Ambiguity” – also Missverständniss – die da sind und Unklarheiten, die daraus entstehen. Ich glaube, dass das nie so deutlich wird, wie im Umfeld des Projektmanagements, also das speziell auf Projektmanager diese Unsicherheit und dieses Vuca wirken.

Ich komme ja jetzt aus dem Umfeld der Projekte in Schieflage, die sich auch nie mehr so deutlich zeigt, wie aktuell und wir auch nie so viele Projekte in Schieflage in der Öffentlichkeit gesehen haben. Ich glaube, dass das Thema Digitalisierung weiter diesen Trend des VUCA Worlds treibt und noch verschärft und wenn ich sage: Wasserfall trifft Agilität trifft Vuca, dann ist das schon fast der perfekte Sturm und den habe ich mir zum Thema genommen, den etwas mehr in den Vordergrund zu rücken und vielleicht ein paar Impulse zu geben, wie man dem begegnen kann.

Oliver Buhr: Ja, dieses Vuca muss ich mir unbedingt mal nachschauen und recherchiere und dann werden wir vielleicht auf dem Community Day auch noch einmal darüber sprechen. Sag nochmal ganz kurz den konkreten Titel deiner Session.

Torsten Koerting: Der Titel von der Session ist “Wie es großen Unternehmen gelingt unterschiedliche Projektkulturen zu leben”. Das ist der Titel und maßgeblich dadurch bedingt, dass wir gerade in diesem Rahmen der Veränderung erleben. Ich bin ja ein Wasserfallgestirn darf man sagen; ich bin schon fast ein Dinosaurier. Meine Frau sagt, ich werde immer grauer und auch wenn man es mir nicht ansieht, bin ich fast 30 Jahre im beruflichen Kontext unterwegs. Damals mit 15 Jahren bin ich bei der Deutschen Bank in die Lehre eingestiegen und somit ein Urgestein der Wasserfall-Vorgehensweise. Ich darf am eigenen Leib spüren und erfahren, wie sich die Projektmanagement im Sinne der Agilität, im Sinne der agilen Vorgehensweisen nun reibt mit den klassischen Vorgehensweise des Wasserfalls.

Diese Begegnung gemeinsam gepaart mit Vuca, das heißt Organisationen – speziell große Organisationen -, die beide Projektmanagement-Vorgehensweisen – wenn ich mal diese zwei als solche groß betrachte – gemeinsam mit dieser Vuca World doch einiges an Dynamik erleben und erfahren. Mein Vortrag geht mehr in die Richtung: Wie kriegen wir das zusammen – wie können sich beide Welten so begegnen, dass sie gemeinsam eine stärkere Stoßrichtung bekommen, als sich gegenseitig so weit zu reiben, dass daraus mehr Hitze entsteht als Fortbewegung?

Oliver Buhr: Ja, schön. Wir beide, merke ich, haben ganz viele Gemeinsamkeiten. Ich komme auch aus der klassischen Welt und habe in meinem ganzen Berufsleben eigentlich nur Projektmanagement gemacht. Als wir beide uns über ein passenden Titel unterhalten haben, der auch zum einen gut zu unseren Kunden und zu unserer Zielgruppe passt und zum anderen auch in dieses Thema Digitalisierung, da sind wir darauf gekommen, dass es sicherlich spannend ist, aus Deiner Erfahrung zu sprechen. Wie man das in großen Unternehmen mit diesen beiden unterschiedlichen Welten, wo wir beide auch die Vorteile sehen, reinbringt und ich glaube, da können die Teilnehmer Spannendes erwarten; insbesondere auch Praxiserfahrung. Also, nichts was sich in Deinem Kopf als Möglichkeit dargestellt hat, sondern ganz konkrete Fakten.

Abschlussfrage, Torsten: Wo ist das Projektmanagement in fünf Jahren?   

Torsten Koerting: Über die Frage, die Du im Vorfeld glücklicherweise mit mir geteilt hast, durfte ich etwas nachdenken. Ich glaube, wenn man das so sagen darf in diesem Call, die Sau, die gerade durch’s Dorf getrieben wird, ist das Thema Automatisierung und Robotics. Im letzten Jahr war es möglicherweise Digitalisierung. Im Jahr davor war es vielleicht die Cloud, vielleicht auch anders herum, vielleicht habe ich mich in den Jahren auch geirrt. Aber ich glaube das Thema Robotics nimmt dieses Jahr einen großen Stellenwert ein.

Ich sehe Projektmanagement in fünf Jahren immer noch als eine wesentliche Disziplin, überhaupt große Unterfangen erfolgreich zu beenden oder voranzutreiben und zum Ziel zu führen. Ich glaube, dass wir zu einer Profession gehören, die nicht durch Roboter oder durch Automatisierung obsolet wird, sondern durch ein kuratiertes Wissen, wir uns als Projektmanager über die nächsten Jahre auf eine sehr solide Basis stellen dürfen und sollten, um dieser Welt zu begegnen. Was kuratiertes Wissen ist und wie wir das vielleicht auch angehen können, dazu werde ich sicherlich zwei, drei Sätze in meinem Vortrag sagen.  

Oliver Buhr: Ich glaube, Torsten, dass wir beide uns jetzt noch eine halbe Stunde oder eine Stunde bestens miteinander unterhalten können. Dieses kurze Interview soll ja eigentlich nur ein Vorgeschmack geben, auf das, was der Community Day liefern wird und das hast Du bestens geschafft. Ich freue mich darauf, Dich dann am 27. April zu erleben und mit Dir auch ein bisschen tiefer zu sprechen und ich glaube, wir haben auch bei unseren Zuschauern Neugier geweckt. Hab schon einmal vielen Dank dafür, lieber Torsten!

Bist du jetzt neugierig geworden und hast Lust darauf bekommen, einen ganzen Tag zusammen mit motivierten und inspirierenden Gleichgesinnten zu verbringen, um der Frage nachzugehen: Was passiert, wenn agiles Projektmanagement auf Digitalisierung trifft? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für den Community Day!

Lerne weitere Speaker kennen:

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Torsten J. Koerting im Interview zum Thema „Wie es großen Unternehmen gelingt, unterschiedliche Projektkulturen zu leben“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/torsten-j-koerting/feed/ 0
Communtiy Day Speaker Jan Fölsing im Interview zum Thema „Social Collaboration: Hype, Trend oder Pflicht?“ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-janfoelsing/ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-janfoelsing/#respond Fri, 07 Apr 2017 04:32:53 +0000 https://copargo.de/?p=8253 Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind ...

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Jan Fölsing im Interview zum Thema „Social Collaboration: Hype, Trend oder Pflicht?“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind in dein Projektmanagement! Wir haben unsere Speaker vorab interviewt, um dir eine kleine Vorschau auf die Themen zu geben. Jede Woche stellen wir unsere Speaker vor, heute im Interview: Jan Fölsing.

Oliver Buhr: Ich habe hier unseren nächsten Speaker in einem kurzen Interview. Das ist Jan Fölsing! Bevor wir loslegen, möchte ich ihn auch noch einmal ganz kurz vorstellen. Jan, es ist gar nicht so einfach, Dich vorzustellen, weil Du schon so viel gemacht hast und immer noch so viele unterschiedliche Sachen machst, aber ich glaube, was Dich prägt ist, dass Du Dich mit Wissensmanagement beschäftigst, dass Du daran arbeitest, wie man Wissen weitergibt und Du bist da im Spannungsbereich zwischen IT und fachlichen Anforderungen.
Du hast schon ganz viele unterschiedliche Unternehmen kennengelernt: Siemens, Daimler, Porsche und aktuell bist Du an der Hochschule in Pforzheim und dort beschäftigst Du Dich mit dem spannenden Thema Social Collaboration. Da durfte ich auch schon ein wunderschönes Ergebnis von Dir begutachten “Pete, der Projektleiter” – ein preisgekrönter E-Learning Kurs, den ich wirklich wunderbar finde. Und Du bist auch noch freiberuflich unterwegs; hast noch ein kleines Unternehmen, das Elevation Labs heißt, Du bist also sehr, sehr umtriebig. Habe ich etwas vergessen, Jan?

Jan Fölsing: Oh, das reicht glaube ich erstmal.

Oliver Buhr: Dann lass uns doch in die Inhalte einsteigen: Du bist dabei, beim Community Day. Da freue ich mich und Du wirst auch eine Session gestalten. Was ist das Thema, das Du mitgebracht hast?

Jan Fölsing: Mitbringen wollte ich natürlich das Thema – klar, was mich auch an der Hochschule umtreibt – digital gestützte Zusammenarbeit oder neudeutsch dieses Thema “Social Collaboration Softwaretools”. In dem Vortag wollte ich darauf eingehen, warum auch aus gesellschaftstechnischer Entwicklungssicht diese Tools aus meiner Sicht in Zukunft eine immer größere Rolle, nicht nur in Projekten, aber auch in Projekten, spielen werden und welche Auswirkungen das auch auf die Methoden, die man im Projektmanagement verwendet, haben wird. Also, was da gerade En Vogue ist, auch gerade mit den digitalen Tools.

Oliver Buhr: Ja und damit hast Du eigentlich schon den Bezug zu unserem Motto hergestellt, der ja heißt “Projektmanagement im digitalen Wandel”. Das heißt, Du gehst auch wirklich darauf ein, wie man gewappnet ist für all diese Digitalisierungsthemen, richtig?

Jan Fölsing: Ja, ich meine Softwareprojektmanagement wird ja auch schon lange benutzt, wenn wir zum Beispiel an MS Project denken. Da legen wir aber mehr den Blick von oben auf das Projekt: Wer, wann, was, wie, wo, mit wem, Ablaufpläne in kritischer Fahrt etc. Und jetzt eben auch das Thema “Social Collaboration”, was mehr auf die Kommunikationsebene geht und das Miteinander in den Teams. Warum erachte ich das für wichtig? Darauf gehen wir ein, gerade auch in diesem Spannungsfeld mit Arbeit 4.0. Wenn man an die neuen Arbeitsformen denkt, zum Beispiel digitale Nomaden, wo ich mich auch gerade mal probiert habe, als digitaler Nomade mal remote zu arbeiten und was das Globale und diese Projektteams für Auswirkungen auch auf Projekte hat, die sich auch nur noch selten sehen lassen.

Oliver Buhr: Ja, da kann ich Dir zustimmen. Ganz wichtig ist eben nicht einfach nur sicherzustellen, dass man Pläne an der Hand hat, dass man Controlling macht, dass man Dokumente hat, sondern eben auch all diese Werkzeuge dafür zu verwenden, um die Kommunikation besser zu gestalten.

Jan Fölsing: Genau, ja. Ich glaube, das ist für mich immer die Haupthürde gewesen in den Projekten bis jetzt. Wenn was gescheitert ist, dann hauptsächlich, weil die Kommunikation im Team, aber auch natürlich mit den Stakeholdern teilweise nicht ideal lief und dadurch einfach die Stellschrauben oder die Ziele, die man sich vorgenommen hatte, einfach nur noch schwer bis gar nicht mehr erreichbar waren.

Oliver Buhr: Ja, also ist Deine Session wirklich sehr praxisorientiert. Die gibt den Teilnehmern auch was Konkretes mit. Was können die Teilnehmer am Ende aus dieser Session mitnehmen?

Jan Fölsing: Ich habe das schon versucht anzusprechen. Erstmal: Warum kommen wir nicht mehr um dieses Thema “Social Collaboration Software” drumherum? Zumindest aus meiner Perspektive und was für Auswirkungen hat das auf die Methoden des Projektmanagements? Vor allem das Gesellschaftliche, weil ein Tool ist ein Tool. Sondern das Umfeld gibt eigentlich vor, wie sich das Projektmanagement entwickelt und zum Schluss auch noch ein bisschen den Blumenstrauß aufmachen – ich teste gerne Tools in dem Bereich, um da zu gucken, was es da gibt und welche von diesen Tools erachte ich momentan für ganz schnell und leicht einsetzbar und nutzbar. Darauf kommt es ja an, dass die Dinger einfach funktionieren. Da werde ich auch noch ein paar Tipps geben, welche Tools ich da für sinnvoll erachte.

Oliver Buhr: Ja, also richtig nützlich. Wenn ich das richtig verstehe, dann geht es darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, welchen Nutzen man aus Tools herausziehen kann und Du wirst den Teilnehmern auch konkrete Tools zeigen, wo sie das dann später auch direkt im Projektalltag ausprobieren können.

Jan Fölsing: Ich werde den Teilnehmern einmal zeigen, welche Tools sie ausprobieren sollten. Ich will da jetzt nicht so tief einsteigen…

Oliver Buhr: Ja, das wird ein bisschen knapp. Wie sieht denn für Dich Projektmanagement in fünf Jahren aus?

Jan Fölsing: Hm, aus meiner Sicht geht es weg von dieser strikten Zielorientierung. Smarte Ziele gehen mehr in den Hintergrund. Sie sind immer noch sinnvoll, aber auf einer weicheren Ebene mehr hin zu agileren, ressourcenbasierten Ansätzen. Schlagwort “Effectuation”. Da gibt es auch ein sehr gutes Buch von einem Kollegen, von Michael Faschingbauer, falls da jemand Interesse hat. Er hat da ein paar Sachen ganz gut zusammengefasst und gerade, dass immer mehr agile Scrum-Methoden ins Projektmanagement kommen. Mit was ich mich momentan auch noch beschäftige – ich bin ja seit eineinhalb Jahren auch noch als Freiberufler in einem Startup Incubator tätig – das sind die Lean Startup Methoden; Kundenavatare und sowas. Ich glaube, dass diese Methoden viel stärker in das klassische Projektmanagement mit rein fließen werden.

Oliver Buhr: Ja, super! Danke für diesen Ausblick. Ich denke, die anderen Teilnehmer werden auf dem Community Day bestimmt auch gespannt sein, sich mit Dir zu unterhalten und zu fachsimpeln, wie die unterschiedlichen Perspektiven sind. Soweit erstmal unser kurzes Interview als Einstieg, um Dich kennenzulernen. Ich freue mich, wenn Du am 27. April dabei bist und bis dahin alles Gute, Jan.

Jan Fölsing: Super, Dir auch und ich freue mich auch, natürlich auch auf die Gespräch mit den Teilnehmern und die verschiedenen Perspektiven auch von den anderen Rednern. Das wird mit Sicherheit eine spannende Sache! Danke!

Bist du jetzt neugierig geworden und hast Lust darauf bekommen, einen ganzen Tag zusammen mit motivierten und inspirierenden Gleichgesinnten zu verbringen, um der Frage nachzugehen: Was passiert, wenn agiles Projektmanagement auf Digitalisierung trifft? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für den Community Day!

Lerne weitere Speaker kennen:

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Jan Fölsing im Interview zum Thema „Social Collaboration: Hype, Trend oder Pflicht?“ erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-janfoelsing/feed/ 0
Persönliche Zielerreichung mit dem Bluesheet https://copargo.de/prince2/blog/persoenliche-zielerreichung-mit-bluesheet/ https://copargo.de/prince2/blog/persoenliche-zielerreichung-mit-bluesheet/#comments Thu, 30 Mar 2017 10:48:10 +0000 https://copargo.de/?p=8237 In den letzten Monaten wurde mir klar, wie auffällig die Parallelen zwischen der Projektplanung und der persönlichen Zielerreichung sind. Persönliche Ziele sind nichts anderes als private Projekte. Die Erkenntnis klingt zunächst simpel und auch nicht wirklich neu. Umso spannender ist die Frage, warum die Rate der gescheiterten Projekte im privaten Bereich noch gravierend höher ausfällt als im beruflichen Umfeld. Unser ...

Der Beitrag Persönliche Zielerreichung mit dem Bluesheet erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
In den letzten Monaten wurde mir klar, wie auffällig die Parallelen zwischen der Projektplanung und der persönlichen Zielerreichung sind. Persönliche Ziele sind nichts anderes als private Projekte. Die Erkenntnis klingt zunächst simpel und auch nicht wirklich neu. Umso spannender ist die Frage, warum die Rate der gescheiterten Projekte im privaten Bereich noch gravierend höher ausfällt als im beruflichen Umfeld.

Unser Bluesheet wird inzwischen von vielen tausend Projektmanagern genutzt, um bereits beim Projektstart alle für den Projekterfolg verantwortlichen Faktoren zu berücksichtigen. Es wird also alles Erdenkliche getan, um das Scheitern durch einen durchdachten Start zu verhindern. In diesem Artikel möchte ich mit dir drei Gedanken darüber teilen, wie die persönliche Zielerreichung mit dem Bluesheet erfolgreicher gestaltet werden kann. Und ich bin sehr an deiner Einschätzung interessiert.

Zielerreichung mit dem Bluesheet

SMARTe Ziele sind viel zu wenig

Ganz häufig starten wir mit der Frage nach dem WAS. Was möchte ich erreichen, haben, ändern oder sein? Viele strukturiert denkende Menschen gehen dann gleich über in die SMART-Phase. Wir erinnern uns: Das Ziel bzw. das Ergebnis muss Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein. Diese Formel beschreibt das WAS sehr genau und gibt uns klare Kriterien, ob wir das Ziel erreicht haben oder nicht.

Das WAS wird aber im Bluesheet erst in Schritt 6 und 7 gemäß SMARTen Kriterien genauer beschrieben. Mehr als 50 % eines guten Projektstarts passieren also vor der Planung des gewünschten Ergebnisses.

Wer sich intensiver mit der Zielplanung auseinandergesetzt hat, weiß, dass allein ein gut beschriebenes Ergebnis in den meisten Fällen nicht reicht. Ganz oft erkennen wir auf halber Strecke, dass uns das Ziel gar nicht mehr so wichtig erscheint. Unsere Motivation sinkt und das Ziel wird nicht oder nur mit großer Kraftanstrengung erreicht. Offensichtlich haben wir uns über unser WARUM nicht ausreichend Gedanken gemacht.

Im Bluesheet wird die Frage nach dem WARUM als erstes beantwortet. In den Schritten 1 bis 3 wird nicht nur beschrieben, was der Nutzen des Projektes ist, sondern es wird auch die aktuelle Situation und der konkrete Anstoß beschrieben, warum das Projekt überhaupt und gerade jetzt gestartet werden sollte. Beides Punkte, die bei der landläufigen Definition des WARUMS oft vergessen werden. Im Geschäftskontext werden diese Elemente oft mit Hilfe eines Business Case Dokuments präzisiert. Bei der persönlichen Zielsetzung wird uns nur selten ein zahlenorientierter Business Case helfen, unsere Motivation zu erkennen. Dennoch helfen auch in persönlichen Projekten die Schritte 1-3 des Bluesheets dabei, unsere Motivation zu konkretisieren.

Zusammengefasst, meine erste Erkenntnis beim Transfer auf persönliche Ziele: Ja, auch dabei ist das WARUM das Wichtigste und erst danach kommt das WAS.

Der Weg zum Ziel im Fokus

Der Weg muss das Ziel sein! Was wie eine zu oft wiederholte Phrase klingt, wird gerade bei privaten Veränderungsprozessen und der Zielplanung ganz häufig vergessen (oder ausgeblendet). Wie oft ist es schon passiert, dass wir plötzlich merken, dass wir gar nicht bereit sind, den erforderlichen Preis für unser Ziel zu bezahlen. Es ist uns schlichtweg zu teuer geworden. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben:

  • Es kann sein, dass wir den Aufwand von Beginn an falsch eingeschätzt haben. Wir haben vielleicht gar nicht bedacht, was alles wirklich für die Erreichung zu tun ist.
  • Es kann auch sein, dass sich unsere anfänglichen Annahmen einfach nicht bestätigt haben und wir den Einsatz dann im Laufe des Projektes erhöhen müssen.
  • Möglicherweise haben wir unsere Ressourcen und Leistungsfähigkeit auch einfach nicht berücksichtigt oder falsch eingeschätzt.

Wenn wir uns vor Augen führen, wie lange wir den mühseligen Weg ertragen müssen und wie kurz wir uns im Vergleich dazu nur an den Ergebnissen erfreuen, müssen viele Ziele komplett in Frage gestellt werden.

Das Bluesheet beschäftigt sich in den Schritten 8 und 9 sowie 12 und 13 sehr detailliert damit, wie der Weg zum Ziel wirklich aussieht, welche Einschränkungen es gibt, welche Hindernisse wir erwarten dürfen und auf welche Ressourcen wir überhaupt zurückgreifen können.

Mein Zwischenfazit an dieser Stelle. In persönlichen Projekten ist es noch wichtiger, den Weg erfüllend und zufriedenstellend zu gestalten. Dazu bräuchte es im Bluesheet noch eine zusätzliche hinleitende Frage. Denn Laufen um des Laufens willen und nicht des Ankommens wegen – sollte bei persönlichen Zielen viel stärker in den Fokus gerückt werden.

Wir sind gar nicht allein!
Der Einfluss des Umfeldes auf die Zielerreichung

Wer es bis hierher geschafft hat, hat schon viele Faktoren vermieden, die dazu führen könnten, dass das gesteckte Ziel nicht erreicht wird. Wir haben ein starkes WARUM, ein klar definiertes WAS und sind uns auch über das WIE und den damit verbundenen Aufwand im Klaren. Und trotzdem scheitern an diesem Punkt noch viele an ihren persönlichen Zielen.

Oft vergessen wir, dass wir gar nicht allein sind auf dieser Welt. Dass sich unser Tun und unsere Veränderung auch auf andere Personen und Organisationen auswirken können und auch, dass andere Menschen ganz elementar zum Gelingen (oder zum Scheitern) unseres Vorhabens beitragen. Wenn sich z. B. unser Ehepartner durch unser zusätzliches Engagement vernachlässigt fühlt, wird sich das zwangsweise auf die Qualität der Beziehung auswirken und in direkter Folge auch auf unsere Energie bei der Zielerreichung.

Unser direktes Umfeld wird zwangsweise entweder von den Ergebnissen unserer Ziele betroffen sein oder es ist unmittelbar in die Zielerreichung eingebunden (unterstützend oder schädlich). Es kann aus dem Partner, der Familie und dem Bekanntenkreis bestehen. Genauso beinhaltet es auch alle, die zu der Zielerreichung beitragen: der Anlage-Berater, der Personal Trainer usw. Insgesamt alles Menschen, auf die wir in beschränktem Rahmen Einfluss nehmen können.

Wir müssen uns also fragen, wie unser Vorhaben in unser Umfeld passt. Doch wie sich das Umfeld voraussichtlich verhalten wird, können wir nur einschätzen, wenn wir es ganz genau kennen. Wir müssen es analysieren, die Interessen aller Parteien berücksichtigen und unser Ziel in diesem Kontext positionieren.

Das Bluesheet widmet sich diesem vielschichtigen Thema ausführlich. In den Schritten 4 und 5 werden der Auftraggeber und die Kunden des Projektes mit ihren individuellen Motiven beschrieben. In Schritt 8 berücksichtigt man z. B. beschränkende Vorgaben. In Schritt 10 kümmern wir uns um die Lieferanten. In Schritt 11 wird der Projektmanager definiert, der auch bei persönlichen Zielen nicht immer man selbst sein muss.

Mein erster Ansatz zum Transfer in ein „Personal Bluesheet“ wäre die Betrachtung der „Stakeholder“ durch einen Öko-Check zur Überprüfung der Verträglichkeit mit dem persönlichen Umfeld zu ersetzen.

Ein modifiziertes Bluesheet kann der ideale Rahmen für die Umsetzung persönlicher Ziele sein

Ich bin überzeugt, dass das Bluesheet gleichermaßen für berufliche Projekte wie für persönliche Ziele der optimale Startrahmen ist. Wir werden sicher an der einen oder anderen Stelle tiefer in die persönlichen Motive hineinhorchen müssen und es wird andere Leitfragen brauchen. Doch der Rahmen berücksichtigt bereits alle mir bekannten Konzepte zur Zielplanung.

Es würde mich brennend interessieren, was Ihr über diesen Ansatz denkt. Vor allem, ob aus Eurer Sicht Elemente fehlen und ob Ihr eine Idee zur Vervollständigung habt. Ich bin gespannt, zu welchem Ergebnis diese Idee heranreifen wird.

  • Oliver Buhr - ProjektmanagementInnovativ und praxisnah – Vordenker Oliver Buhr sorgt für hochperformante Projekte auf die leichte Art. Mit den High Performance Projects kombiniert er die weltweit besten Methoden mit innovativen Best Practice-Tools und garantiert ein schlankes Projektmanagement, das smart und agil auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist.
    Hinweis: Kennt Ihr schon die 12 universellen Projektgesetze von COPARGO? Hier informieren

Der Beitrag Persönliche Zielerreichung mit dem Bluesheet erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/persoenliche-zielerreichung-mit-bluesheet/feed/ 1
Communtiy Day Speaker Dirk Röhrborn im Interview https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-dirk-roehrborn-im-interview/ https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-dirk-roehrborn-im-interview/#comments Wed, 29 Mar 2017 06:15:55 +0000 https://copargo.de/?p=8231 Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind ...

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Dirk Röhrborn im Interview erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind in dein Projektmanagement! Wir haben unsere Speaker vorab interviewt, um dir eine kleine Vorschau auf die Themen zu geben. Jede Woche stellen wir einen Speaker vor, heute im Interview: Dirk Röhrborn.

Oliver Buhr: Schön, dass Sie da sind! Ich darf Sie unseren Interessierten und unseren Teilnehmern auch ganz kurz vorstellen: Wir haben für unseren Community Day auch jemanden gesucht, der das Thema Kommunikation und Tool unterstützt, weil da auch immer ein Bedarf besteht, Lösungen zu sehen und auch ein paar neue Anregungen zu bekommen. Ich freue mich, dass wir da Herrn Röhrborn als erfahrenen Berater, Consultant, Geschäftsführer im Bereich Wissensmanagement, Kommunikation und Teamzusammenarbeit an Bord haben. Herr Röhrborn leitet schon seit über 15 Jahren das Unternehmen Communardo, das einen Rang und Namen hat, was Lösungen für Teamkommunikation betrifft. Sie sind auch noch in anderen Ämtern aktiv. Sie sind in Bitcom aktiv und dort auch Sprecher, ist das richtig? Landessprecher Sachsen.

Dirk Röhrborn: Ja, richtig.

Oliver Buhr: Es freut mich, dass ich da jemanden Erfahrenen gewonnen habe. Dann erzählen Sie doch mal, was das Thema ist, das Sie für unsere Teilnehmer mitgebracht haben.

Dirk Röhrborn: Es wird um Agilität gehen. Das ist natürlich ein Thema, was aktuell im Projektmanagement in aller Munde ist. Ich werde einen Vortrag halten und der Titel ist “Agil, das neue Normal”. Ich werde mich mit Projekten, Prozessen und mit dem Management beschäftigen.
Wir sehen, dass Agilität vor allem in der Softwareentwicklung Einzug gehalten hat, mit dem aktuellen Manifest, mit Scrum und Canva. Das sind inzwischen weit verbreitete Methoden und immer mehr Projekte werden nach diesen Vorgehensweisen abgewickelt. Aber wir sehen bei unseren Kunden, dass genau diese Ansätze inzwischen immer mehr Einzug finden in klassische Prozesse, in Managementprozesse und genau darüber möchte ich in meinem Vortrag berichten.

Oliver Buhr: Ja spannend, weil man kann Projekte natürlich auch nicht isoliert betrachten – im Unternehmen ist ja alles miteinander verknüpft. Jetzt hat unser Community Day das Motto „Projektmanagement im digitalen Wandel“. Wie schlagen Sie die Brücke zu diesem Motto?

Dirk Röhrborn: Es gibt zwei Brücken zu dem Motto: Zum einen ist es so, dass wir durch die Digitalisierung erleben, dass viele Unternehmen immer mehr unter Druck kommen, schneller agieren müssen, auf wandelnde Bedingungen im Markt für Wettbewerber und auch im Arbeitnehmermarkt. Wandelnde Technologien und viele Dinge, die wir heute beginnen, die können wir nicht mehr generalstabmäßig durchplanen, sondern wir müssen agil auf verändernde Rahmenbedingungen reagieren. Das war letztlich auch der Grund, das anzugehen.
Und die zweite Brücke zum Thema Digitalisierung ist natürlich, dass wir durch die neuen Möglichkeiten synchron, aber auch a-synchron kommunizieren und auch viel mehr Möglichkeiten haben, Projekte agil zu managen, auch verteilte Projekte zu managen, Kollaborationswerkzeuge einzusetzen, um das erfolgreich zu tun und letztlich schneller zu sein, als in der Vergangenheit.

Oliver Buhr: Ja, okay, das verstehe ich. Ihr Vortrag geht um Agilität, was natürlich auch sehr viel mit digitalem Wandel zu tun hat. Auf was können sich denn die Teilnehmer konkret freuen? Welchen Nutzen können sie mitnehmen?

Dirk Röhrborn: Mein Ziel ist es drei Dinge in meinem Vortrag zu vermitteln: Zum einen möchte ich einen Überblick über agile Vorgehensweisen geben, wie wir es in der Softwareszene kennen und die man übertragen kann. Dann möchte ich zum zweiten anhand von einigen praktischen Beispielen verdeutlichen, wie man Prozesse beispielsweise im Servicemanagement, aber auch Managementprozesse durch agile Ansätze innovativer gestalten kann. Und last but not least, wie schon erwähnt, geht es darum: Wie kann ich aktuelle Softwaretools einsetzen, um genau diese Prozesse richtig zu unterstützen? Was sind da die Einsatzmöglichkeiten und auch die Alternativen?

Oliver Buhr: Ja, es freut mich natürlich zu hören, dass Sie – das war mir auch ganz wichtig – zwar Experte für Lösungen sind; Sie sind aber weit davon entfernt, den Teilnehmern irgendwie Lösungen toll präsentieren zu wollen. Das können Sie sicherlich, aber das ist nicht das, was wir in diesem Beitrag hören werden. Das freut mich sehr.
Letzte Frage: Wo steht Projektmanagement in fünf Jahren?

Dirk Röhrborn: Gute Frage! Ich glaube, dass Projektmanagement in fünf Jahren noch den gleichen hohen Stellenwert besitzen wird, wie es das heute auch schon hat. Denn es sind letztlich die Fähigkeit des Projektmanagers zu führen, zu kommunizieren, zu strukturieren, verändernde Bedingungen zu antizipieren und letztlich Probleme zu lösen; sich auf eine verändernde Umwelt einzustellen und am Ende trotzdem die gesetzten Ziele zu erreichen. Mit den richtigen Ansätzen; mit den richtigen Werkzeugen in der Hand, wird das genauso noch gelingen und Projektmanagement wird wie gesagt, den gleichen hohen Stellenwert haben, wie heute auch.

Oliver Buhr: Ja okay. Damit sind wir schon durch mit unserem kleinen Interview. Vielen Dank, Herr Röhrborn, dass Sie dafür zur Verfügung standen. Ich freue mich, wenn wir uns dann im April auf dem Community Day persönlich sehen werden.

Dirk Röhrborn: Vielen Dank Herr Buhr, für die Gelegenheit zum Interview! Ich freue mich auch auf das Event. Ich denke, es wird ein ganz spannender Austausch bei Ihnen.

Bist du jetzt neugierig geworden und hast Lust darauf bekommen, einen ganzen Tag zusammen mit motivierten und inspirierenden Gleichgesinnten zu verbringen, um der Frage nachzugehen: Was passiert, wenn agiles Projektmanagement auf Digitalisierung trifft? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für den Community Day!

Lerne auch unsere Speakerin Andrea Schmitt kennen, sie bringt das Thema “Geschäftsmodelle haben ein Verfallsdatum! So bleiben Unternehmen und Produkte konkurrenzfähig“ mit.

Oder schau dir das Interview mit unserem Keynote Speaker Prof. Dr. Frank Hälsig zu dem Thema “Digitalisierung – Die schnellste Revolution aller Zeiten” an.

Der Beitrag Communtiy Day Speaker Dirk Röhrborn im Interview erschien zuerst auf COPARGO.

]]>
https://copargo.de/prince2/blog/communtiy-day-speaker-dirk-roehrborn-im-interview/feed/ 1