10 Merkmale hochperformanter Projektumgebungen

In PRINCE2-Blogby Oliver Buhr3 Comments

listeWir spüren es, wenn wir ihnen zuschauen und sie erleben. Da ist etwas Besonderes im Gange. Alles geht Hand in Hand, die Resultate kommen wie am Fließband. Sie sind doppelt so schnell wie andere. Wenn andere noch darüber diskutieren, wer was macht, sind sie schon fertig. Ich spreche von Teams in hochperformanten Projektumgebungen. Hier sind die wichtigsten 10 Merkmale solcher Umgebungen:

1. Menschen als höchstes Gut

Manager in hochperformanten Projektumgebungen sehen Menschen nicht als bloße Ressource. Jede Person im Projektteam liefert seinen individuellen Beitrag für die Kreativität und Innovationskraft des Projektteams. Die Vielfalt ist es, die den Nährboden für die beste und manchmal ungewöhnlichste Lösungsalternative schafft. Die persönliche Entwicklung jedes Teammitglieds ist eine selbstverständliche Unterstützungsaufgabe jedes Managers und sorgt für Projektmitglieder, die weit mehr sind als nur Experten ihres Fachs.

2. Stabile Teams

Projektteams in hochperformanten Projektumgebungen haben ihre Effizienz durch eine lange gemeinsame Erfahrung in der Zusammenarbeit erworben. Die Abläufe sind eingespielt. Jeder weiss, was er vom anderen zu erwarten hat und wie er ihn unterstützen kann. Das geht nur über Stabilität in der Zusammensetzung. Ein Manager weiss, dass er mit dem Austausch und der Ergänzung von Mitgliedern vorsichtig sein darf. Das schlimmste wäre, Leute hinzunehmen, nur um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Man würde genau das Gegenteil erreichen und das Team würde weniger effektiv werden.

3. Termintreue

Für hochperformante Projektumgebungen ist Termintreue die wichtigste Controllingdimension eines Projektes. Mit der Einhaltung einer vorgegebenen Timeline schaffen sie schnell nutzbare Ergebnisse für den Kunden und unterstützen damit seinen Business Case. Auch ermöglichen sie kurze Feedbackschleifen und halten zudem die Spannung hoch, die es braucht, um nicht in die Bequemlichkeit des Geistes zu verfallen.

4. Qualität ist heilig

Bei allem, was ein Projekt liefert, sind in hochperformanten Projektumgebungen Einbußen an der zu liefernden Qualität indiskutabel. Nicht nur, dass am Ende die vermeintliche positive Konsequenz sich ins Gegenteil verkehrt. Die Hoffnungen auf eine Beschleunigung in der Zeit oder eine Reduktion des Aufwandes zerschlagen sich, sobald Nacharbeiten nötig werden. Und noch schlimmer: Bei jeder Entscheidung gegen Qualität geht im Team ein Stück des Anspruchs an die Qualität der eigene Arbeit verloren. Deshalb keine faulen Kompromisse bei Qualität!

5. Kurze Feedbackschleifen

Wo immer Projekte Dinge erstmals tun, gibt es Potenzial für das Bessere. Einmalige Lessons Learned Workshops zu diesem Zweck am Ende eines Projektes sind gut gemeint aber sinnlos, sie bringen dem Projekt nämlich gar nichts mehr. Feedbacksessions zum Ende einer Phase oder eines Sprints sind schon besser. Aber es geht noch mehr. Feedback am Ende eines Arbeitspakets, eines Workshops, eines Meetings. Es gibt zuhauf Gelegenheiten, offen und konstruktiv voneinander durch Feedback zu lernen. Selbstredend auch die Feedbacks bei der Produktlieferung zum Kunden. Je kürzer die Zyklen, in den wir zum Stand unserer Produktlieferungen eine Kundenrückmeldung erhalten, umso besser. Hochperformante Projektumgebungen haben eine echte Feedbackkultur verinnerlicht und leben sie von Tag zu Tag.

6. Änderungsbereitschaft

Hochperformante Projektumgebungen erwarten Änderungen in Projekten. Sie sind ganz  selbstverständlich darauf eingestellt, dass ein Projekt ein Hort von Unsicherheiten ist. Nur durch flexible Anpassung an unerwartete Ereignisse und Erkenntnisse kann die Zufriedenheit des Kunden sichergestellt werden. Es birgt sogar das Potential, die Projektergebnisse noch besser zu machen, als sie ursprünglich geplant waren. Routiniert und kreativ werden unerwartete Ereignisse angenommen und behandelt.

7. Hohe Eigenverantwortung

Hochperformante Projektumgebungen haben Mitglieder, die gerne Verantwortung übernehmen. Die diese nicht als Bürde verstehen, sondern als Voraussetzung für selbstbestimmtes Arbeiten ansehen. Sie sehen Verantwortungsübernahme als Ansporn, ihr Bestes zu geben und selbst mit jedem Projekt zu wachsen. Die Eigenverantwortung macht nicht Halt bei der Arbeit des Einzelnen, sondern in hochperformanten Projektumgebungen committet sich auch das Team auf die Effektivität seiner Prozesse. Projektmanager und andere Ressourcenmanager von hochperformante Projektumgebungen fördern die Selbstorganisation der Teams und nehmen davon Abstand, alles anzuweisen und steuern zu wollen.

8. Enge Kundeneinbindung

Jedes Projekt braucht einen Kunden. Interne Projekte genauso wie externe Projekte. Infrastrukturprojekte ebenso wie Strategieprojekte. Hochperformante Projektumgebungen identifizieren den relevanten Ansprechpartner beim Kunden, holen ihn ins Boot, schaffen Verantwortlichkeit auf Kundenseite und binden ihn im gesamten Projektverlauf eng ein. Das Verhältnis zum Kunden ist vertrauensvoll, die Kommunikation intensiv und offen.

9. Einfachheit

Jede Aktivität im Projekt ohne geschaffenen Wert ist potenzielle Verschwendung. Hochperformante Projektumgebungen hinterfragen jede administrative und verwaltende Projekttätigkeit. Berichte brauchen interessierte Empfänger und Entscheider. Jede zusätzliche Auswertung, jedes Review, jede Kopie, jede Dokumentation braucht einen konkreten Bedarf. Eine Person, die begründet danach verlangt. Tools werden zielgerichtet angewendet um effizienter zu arbeiten und die Kommunikation und Transparenz im Projekt zu fördern. Mitglieder hochperformanter Projektumgebungen kommen schnell ins TUN. Darüber sammeln sie nützliche Erfahrungen, die oft wertvoller als Konzepte sind. Die Organisation der Projektarbeit folgt dem einfachen Prinzip: Wer macht was bis wann?

1o. Anpassung

Anpassung gewährleistet zusammen mit Feedbackschleifen und Änderungsbereitschaft den Erfolg in komplexen Projektsituationen. Hochperformante Projektumgebungen wissen um die Einzigartigkeit jedes Projektes und passen Ansätze, Prozesse und Instrumente individuell an jedes Projekt an. Feinfühlig probieren sie Anpassungen aus und überprüfen ganz genau ihre Wirkung.

HIGH PERFORMANCE PROJECTS
Diese 10 Merkmale dokumentieren unsere Erfahrung und unsere Überzeugung. Sie sind aber auch das Leitbild für alle unsere Beratungs- und Trainingsaufträge, die wir mit unseren Kunden durchführen. Wir können auch Dir dabei helfen. Damit Du diese Merkmale selbst einmal in Deinen Projekten und in Deinem Unternehmen hautnah spüren kannst. Um zu sehen, was hinter einer hochperformanten Projektumgebung steckt, schau Dir unsere Projektlandkarte an. Und um schnell und risikolos zu einer hochperformanten Projektumgebung zu kommen,  mach jetzt hier den ersten Schritt beim Aufbau einer hochperformanten Projektumgebung:

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Kommentare:

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  2. […] aufmerksame Leser des Ursprungsartikel zu den 10 Merkmalen hoch performanter Projektumgebungen wird festgestellt haben, dass dieses zuletzt beschrie­bene Merkmal bei den […]

  3. […] Natürlich folgen in der Planung noch weitere Schritte, wie die Festlegung der Dauer und des Aufwandes, und auch die der weiteren benötigten Ressourcen, insbesondere Personen und Geld. Entscheidend ist jedoch die eine Dimension: der Fortschritt in der Erstellung der Projektergebnisse. Und wenn Du die Planung darauf ausgerichtet hast, dann wird es Dir sehr leicht fallen, auch ein Controlling dafür aufzusetzen. Im Übrigen ist Termintreue auch eines der 10 Merkmale hochperformanter Projektumgebungen. […]

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