Communtiy Day Speaker Andreas Lowinger im Interview zum Thema „Projektmanagementinstrumente in Zeiten von 4.0 – Projekte dürfen auch erfolgreich sein …“

In Community Day 2017 by Oliver BuhrLeave a Comment

Wir veranstalten am 27. April 2017 zum dritten Mal den Community Day, in diesem Jahr in Frankfurt unter dem Motto „Projektmanagement im Wandel der Digitalisierung“. Der Community Day ist eine Veranstaltung von und für Projektmanager mit einem Mix aus fundierten Keynotes, Workshops und Barcamp-Sessions. Eines ist in diesem Jahr sicher: Wir bringen mit visionären Speakern und spannenden Diskussionen frischen Wind in dein Projektmanagement! Wir haben unsere Speaker vorab interviewt, um dir eine kleine Vorschau auf die Themen zu geben. Jede Woche stellen wir unsere Speaker vor, heute im Interview: Andreas Lowinger.

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Oliver Buhr: Ich freue mich, dass Andreas auch bei unserem Community Day dabei sein kann – Projektmanagement im digitalen Wandel. Da ist Andreas ein super Kandidat. Wir haben uns vor ein paar Jahren kennengelernt, zum Thema “Management 3.0”.

Andreas ist Management 3.0 Facilitator, das heißt, er hat ein großes Interesse und auch große Erfahrungen, was modernes Führen betrifft; was agiles Management betrifft und Andreas ist auch gleichzeitig ein ganz erfahrener Trainer im Projektmanagement.

Du bist Trainer für Prince 2 und auch Trainer in anderen Projektmanagementansätzen. Für Dich ist es ganz wichtig, Dinge zu vermitteln, die auch wirklich den Teams und den Personen im Projekt helfen und dafür sorgen, dass Projekte über ein gut funktionierendes Teams und gut funktionierende Kommunikation zum Erfolg geführt werden. Richtig, gibt es noch etwas zu ergänzen?

Andreas Lowinger: Ja, das war eine sehr schöne Einführung und ja, Standards sind hilfreich, aber letztendlich geht es darum, dass Teams besser arbeiten können, mit allem was dazu hilft.

Oliver Buhr: Genau und zu diesem Thema hast Du auch einen Workshop konzipiert. Willst Du uns kurz sagen, um was es da geht?

Andreas Lowinger: Das Thema haben wir genannt “Projektmanagement in Zeiten von 4.0 – Projekte dürfen auch erfolgreich” sein. Inhaltlich habe ich das Dilemma gesehen, jetzt mal ohne Digitalisierung: Wir haben eine explodierende Anzahl von Projektmanagement-Standards von Projektmanagement-Zertifizierungen auf der einen Seite. Wenn man sich auf der anderen Seite anschaut, wie erfolgreich Projekte sind, also in Scope Time Cost, da sage ich jetzt mal provokativ gibt es fast keine. Die Frage ist: Wo kommt das her? Wo kommt dieses Paradoxon her?

Oliver Buhr: Okay und da gibst Du einen Lösungsansatz auf einer ganz anderen Ebene, also nicht die Methodenebene, sondern etwas, was ursächlicher hilft. Ist das richtig?

Andreas Lowinger: Ja, das ist genau der Punkt: Methoden unterstützen. Aber offensichtlich, wenn wir so viele Methoden haben, läuft da was anderes schief und da landen wir beim Mensch.

Oliver Buhr: Ja, genau und warum glaubst Du, dass das gerade etwas mit unserem Motto “Projektmanagement im digitalen Wandel” zu tun hat?

Andreas Lowinger: Projekte haben generell schon mit Unsicherheit zu tun per Definition und durch den digitalen Wandel wird alles viel schneller. Ich habe vorgestern gelesen, dass Google IBM – die Technologieführer – selbst, maximal noch für einen Zeitraum von sechs Monaten planen, weil sie sowieso nicht wissen, was in einem halben Jahr für Technologien vorhanden sind. Das zeigt glaube ich auch die Herausforderung, die da drin steckt und gleichzeitig auch die Chance im Projektmanagement.

Oliver Buhr: Ja. Also Projektmanagement im klassischen Sinne mit all den Instrumenten, die man vor 20 Jahren gelehrt hat, haben vielleicht weiterhin eine Bedeutung, nur wenn wir wirklich mit dem digitalen Wandel konfrontiert sind, rücken auch andere Dinge in den Fokus. Was nehmen denn die Teilnehmer mit, wenn sie in Deinem Workshop dabei sind?

Andreas Lowinger: Zum einen werde ich den Status Quo in der Projektlandschaft herleiten – was sind die Hintergründe dafür, wenn es nicht so rund läuft? Und das wird glaube ich schon einen kleinen Aha-Effekt liefern. Da sind wir auf der Ebene Prinzipien und Glaubenssätze, also ein wenig Psychologie. Dann gebe ich den Teilnehmern aber auch praktische Hilfsmittel mit, wie sie damit arbeiten können im Team. Mir ist ganz wichtig, dass es nicht nur bei der Theorie bleibt, sondern praktisch anwendbar ist.

Oliver Buhr: Ja, Erkenntnis ist das Eine, Instrumente an der Hand zu haben, ist das andere. Wir sind auch schon wieder am Ende unseres kleinen Teasers für Deine Session. Eine abschließende Frage, die ich auch allen anderen gestellt habe: Wie sieht für Dich Projektmanagement in fünf Jahren aus?

Andreas Lowinger: Wie es auf der Methodenseite eben aussieht, weiß ich nicht, aber ist ist der Erfolgsfaktor, der für Unternehmen noch mehr werden wird.

Oliver Buhr: Okay, ja, wegen der immer bedeutsamer werdenden Veränderung.

Andreas Lowinger: Genau. Agilität bedeutet Geschwindigkeit und Beweglichkeit und das brauchen wir dafür.

Oliver Buhr: Ja, das ist ein schönes Schlusswort. Das gibt uns beiden als Leute, die mit Projektmanagement ihr Business machen, auch eine gute Zuversicht für die Zukunft. Ich freue mich, Andreas, Dich am 27. April auf unserem Community Day zu sehen und ich werde auf jeden Fall auch schauen, dass ich bei Dir in der Session mit dabei bin. Das hört sich alles richtig spannend an. Vielen Dank!

Bist du jetzt neugierig geworden und hast Lust darauf bekommen, einen ganzen Tag zusammen mit motivierten und inspirierenden Gleichgesinnten zu verbringen, um der Frage nachzugehen: Was passiert, wenn agiles Projektmanagement auf Digitalisierung trifft? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für den Community Day!

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