Für gelungene Projekte in 2016: Es ist es noch nicht zu spät, die Säge zu schärfen

In PRINCE2-Blogby Oliver BuhrLeave a Comment

Da gibt es diese schöne Geschichte von Management-Trainer und Beststeller-Autor Stephen Covey: Ein Waldarbeiter sägt mühsam einen großen Stapel Holz und kommt nur langsam und angestrengt voran. Fußgänger kommen am Wegesrand vorbei und beobachten den Holzarbeiter eine Weile. Schwitzend flucht und schimpft er. Die Passanten fragen ihn, warum er denn nicht zuerst seine Säge schärft. Der Holzarbeiter schüttelt entrüstet den Kopf und sagt: “Sehen Sie nicht die viele Arbeit. Ich habe keine Zeit die Säge zu schärfen. Ich muss sägen!”.

Wann hast Du Dir das letzte Mal die Zeit genommen, deine Säge zu schärfen? Du hast es gerade in den letzten 2-3 Wochen zum Jahreswechsel gemacht? Mein Kompliment, wenn Du das geschafft hast.  Du solltest dennoch weiterlesen, die kommenden sechs Fragen sind auch für Dich spannend.

Sähe schärfenIch bin als Unternehmer in der komfortablen Situation, meine Arbeitszeit selbst bestimmen zu können. Na gut, nicht komplett, aber in gewissen Grenzen. Nun schon zum dritten Mal nutze ich die in unserem Geschäft ruhigere Zeit im Januar, meine eigene Säge zu schärfen. Dafür miete ich mich für einige Tage in ein Ferienhaus ein und betrachte mich und mein Unternehmen. In aller Ruhe und

mit der dazu notwendigen Distanz zum Tagesgeschäft.

 

 

Sechs Fragen die es in sich haben

Im Internet hatte ich vor einigen Jahren eine Liste mit 6 Fragen gefunden, die ich jedes Jahr zu genau dieser Zeit wieder hervorhole:

  1. Was sind die größten Erfolge, die ich im vergangenen Jahr erreicht habe? Auf was kann ich richtig stolz sein?
  2. Was sind die wichtigsten Erfahrungen, die ich lernen durfte?
  3. Wobei habe ich mich „genau in meinem Element“ gefühlt?
  4. Was möchte ich am Ende des Jahres 2016 erreicht haben?
  5. Welche neuen Gewohnheiten und Kenntnisse brauche ich, um diese Ziele zu erreichen?
  6. Was sind die nächsten Schritte, die ich dafür tun werde?

Ich kann Dir versichern, diese Fragen bringen Dich gehörig ins Grübeln. Das kannst Du nicht einfach mal so in Deinen Alltag einschieben. Zwei Dinge empfehle ich Dir für die Bearbeitung:

  • Du solltest Dir Zeit dafür blocken. Wie wäre es mit zum Beispiel einem trüben und kalten Sonntagnachmittag?
  • Und es klappt besser, wenn Du dich an einen Ort zurückziehst, an dem Du ungestört daran arbeiten kannst.

Dein Nutzen daraus

Ich persönlich möchte dieses Ritual nicht mehr missen. Es verschafft mir in meiner Rolle als Unternehmer Klarheit und Motivation. Wenn Du dich auch damit beschäftigst, kannst Du diesen Nutzen für Dich, deinen Job oder dein Unternehmen daraus ziehen:

  • Du lernst aus den gemachten Erfahrungen des letzten Jahres und schaffst es, Konsequenzen daraus zu ziehen
  • Du kannst Erlebnisse und Themen abschließen, einen Schlussstrich ziehen und so dafür sorgen, dass sie dich nicht mehr belasten
  • Du kannst dich auf das, was Dir wichtig ist und was Du gerne tust neu fokussieren
  • Du hast einen ermutigenden Start in das neue Jahr. Du weisst, was Du erreichen willst und hast noch ganze 12 Monate Zeit, diese zu erreichen

Probier es aus und sorge dafür, dass Du mit einer geschärften Säge in das neue Jahr gehst. In Kürze werde ich Dir berichten, welche Schlüsse ich für mich aus den Fragen gezogen habe.

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