PRINCE2 öffnet die Tür für Scrum

In PRINCE2-Blog by Oliver BuhrLeave a Comment

In unseren Trainings werden wir immer wieder gefragt, ob und wie PRINCE2 zu agilen Methoden der Softwareentwicklung passt. Aus unserer Sicht passt es gut, deshalb habe ich mich über einen Artikel von Alexander Ockl (http://www.alfas-welt.de) in der Computerwoche mit dem o.g. Titel gefreut (hier in voller Länge). Er beschreibt darin sehr gut, was auch wir in unserer Praxis schon erlebt haben: PRINCE2 gibt den agilen Projekten einen Rahmen, ohne dass es zu Bürokratismus kommt.

Die Kernpunkte fasst er wie folgt zusammen:

„Alles in allem schafft Prince2 einen Rahmen, den Unternehmen für den Einsatz agiler Methoden wie Scrum benötigen. Die Lenkungsebene kann die Verantwortung an den PRINCE2-Projektleiter und den Product Owner delegieren. Sie muss sich also nur im Ausnahmefall mit Details beschäftigen.

Das Team wiederum bekommt die Möglichkeit, sich nach Scrum selbst zu organisieren. So profitiert das Projekt von der nicht zu unterschätzenden „agilen“ Begeisterung und der effektiven Zusammenarbeit – ohne dass dabei auf die straffe und zielgerichtete Führung nach PRINCE2 verzichtet werden muss.

Wo ist aber nun die Schnittstelle zwischen beiden Methoden anzulegen? Entscheidend ist dabei der Blickwinkel. Sehen Sie einen oder mehrere Scrum-Sprints als ein Prince2-Arbeitspaket? Auf jeden Fall hört Prince2 genau da auf, wo Scrum beginnt.“

Dies kann ich nur unterschreiben. Und ergänzen aus einem aktuellen Projekt: PRINCE2 liefert auch den Blick auf das Projekt über die reine Entwicklungstätigkeit hinaus. So war es bei unserem Kunden auch wichtig, Produktinformationen zu erstellen, Messen vorzubereiten und dort auszustellen oder innerhalb des Unternehmens die Neuerungen auch außerhalb des Scrum-Teams vorzustellen. Diese Aspekte werden bei reiner Konzentration auf die Sprints hin und wieder vernachlässigt oder in kurzfristigen „Hauruck-Aktionen“ auf die Beine gestellt. Plant man jedoch für eine Phase alle erforderlichen Produkte und Arbeitspakete, auch die außerhalb der Sprints, so hat man eine klare Sicht, was alles zu erledigen ist und spart sich einiges an Adrenalin (oder Überstunden und Wochenendarbeiten).

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