Unterschied zwischen Projekt & Tagesgeschäft

In PRINCE2-Blogby Oliver Buhr12 Comments

Warum der Abteilungsleiter niemals Projektleiter sein sollte »

Warum braucht ein Unternehmen Projekte? Wie entstehen Projekte? Und warum braucht es Projektorganisationen? Für alle, bei denen Projekte den Unternehmenserfolg bestimmen, sind dies essenzielle Fragen. Grund genug, um sie ausschweifend und mit wissenschaftlichen Ansätzen zu erklären… Das braucht es gar nicht, es geht auch einfacher. In einem Video gebe ich Dir in nicht einmal 5 Minuten Antworten auf diese wichtigen Fragen. Anschaulich, verständlich und auf den Punkt. Schau selbst:

Aus diesem Video leitet sich eine ganz wichtige Erkenntnis für Dich ab: Die Bereiche Run und Change eines Unternehmens erfordern zwei ganz unterschiedliche Arbeitsformen. Wer das Tagesgeschäft gut meistert, ist oft eine Niete in der Leitung von Projekten. Umgekehrt kann das genau so gelten. Deshalb tun sich viele von uns auch so schwer, in beiden Arbeitsformen gleichzeitig tätig zu sein. Und das ist auch der Grund, weshalb es für Projekte eine Todsünde ist, den Abteilungsleiter auch gleichzeitig zum Projektleiter zu machen.

Ist doch ganz einfach die Darstellung, oder? Wo siehst Du die Knackpunkte in der Umsetzung dieser klaren Trennung. Ich freue mich auf Deine Rückmeldung.

Kommentare:

  1. Ich habe das Gefühl, dass für viele Unternehmen Projekte das eigentliche Tagesgeschäft sind. Gilt diese Unterscheidung nur für interne Projekte oder lässt sich die Theorie auch auf Kundenprojekte übertragen? Kannst Du dazu noch ein par Worte sagen Oliver?

    • yiheng cen sagt:

      ich finde es sehr gut gesagt. Wie Maik auch gesagt hat, eine klare Trennung in der Praxis leider nicht so einfach: bei jedem Tagesgeschäft gibt es neue Herausforderungen, die man mit einem Change-Projekt behandeln kann/muss. Und die Zielstation jedes Change-Projektes ist leider auch ein Tagesgeschäft.

      • domain list sagt:

        wichtig ist es, die Übergabepunkte zu finden. Zu Beginn definiert das Tagesgeschäft seine Anforderungen für den Change mit einem Projektauftrag (wir bei COPARGO nennen das Bluesheet). Und am Ende liefert das Projekt klare Ergebnisse an das Tagesgeschäft, die sauber abgenommen und übergeben werden dürfen.

    • domain list sagt:

      Das ist wichtig, Maik. Unternehmen mit internen Projekten brauchen diese Trennung zwischen Tagesgeschäft und Projektgeschäft. Bei Unternehmen, die davon leben, Projekte für ihre Kunden durchzuführen, sieht es ganz anders aus. Dort ist Projektgeschäft die Routine. Dort ist es essenziell, dass die Projektumgebung hocheffizient funktioniert. Diese Unternehmen brauchen ein klares und transparentes Modell, wie sie Projekte durchführen. Mit einem Vorgehensmodell, einem klaren Rollenbild und mit Mitarbeitern, die gebrieft sind, worauf es in Kundenprojekten ankommt. Tagesgeschäft und Projektgeschäft fallen zusammen. Das macht es zwar einfacher, aber kritischer. Ich kenne nur wenige Unternehmen, die das erkannt und umgesetzt haben. Wenn das gelingt, dann haben Unternehmen mit dem Geschäftsmodell „Kundenprojekte“ enorme Potenziale, die sie heben können.

  2. yiheng cen sagt:

    Warum kein Teilen mit LinkedIn möglich? Auch Account?

  3. Markus Brütting sagt:

    Danke für das Video! Die Schwierigkeit im Alltag beide Punkte gleichwertig im Unternehmen zu verankern stellt uns alle wohl immer wieder vor eine Herausforderung. Wie lassen sich Synergie nutzen? Blockaden abbauen? Tagesgeschäft ordentlich vom Projektgeschäft trennen in denen es nicht nur im Projekte geht, sondern diese zur Umsetzung der Strategie dienen?

    • domain list sagt:

      Hallo Markus,
      Deine Fragen gleichen einem Rundumschlag zur Positionierung eines Linien-Managers. Ich denke, es beginnt mit dem Bewusstsein über das, was originäre Aufgaben eines Linienmanagers sind. Alles andere bedarf eine sorgfältigen Platzierung an anderen Stellen im Unternehmen. PMO als Organisationseinheit und Portfoliomanagement als Aufgabengebiet sind hier mal als wichtige Platzhalter genannt. Um das umzusetzen sind unter anderem Unternehmen wir COPARGO da.

  4. domain list sagt:

    Mir gefällt dieses Videoformat sehr gut – kurze, klare Gedanken. Das würden auch meine Kunden verstehen. Danke, ich freue mich auf die nächsten Videos.

    Cooles Hemd übrigens.

  5. domain list sagt:

    Klar: wenn ein Projektleiter nicht genügend Zeit für sein Projekt hat, dann nützt alles Wissen und Können … nichts. Und wenn ein Abteilungsleiter auch noch ein Projekt leitet, ist diese Gefahr gegeben. Ich gehe allerdings davon aus, dass Führungskräfte in der Linie künftig noch mehr als bisher dafür sorgen müssen, dass sie nicht vom Tagesgeschäft aufgefressen werden, sondern 30 – 50 % ihrer Zeit für Unternehmensentwicklung / Changemanagement einsetzen können und damit sehr wohl auch Projekte zum Erfolg führen können.

    • domain list sagt:

      Lieber Walter,
      ja, Unternehmensentwicklung und Change Management ist wichtig. Das gehört in meinen Augen zur Linienaufgabe. Projektleitung kann leicht eine Aufgabe werden, die je nach Größe des Projektes noch mehr Arbeitszeit verschlingt. Da ist dann Schluss mit dem Heldentum. Delegieren ist angesagt.

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