Praxis Tag

7. Woher weiß ich, wie gut mein Projektmanagement funktioniert?

Beginnen wir mit dem "Gutsein": Die Frage "Wie gut ist mein Projektmanagement wirklich?" stellt man sich als Projektmanager häufig, aber nur ganz leise. Es ist eine Frage nach der Güte der täglichen Arbeit. Interessant für den Projektmanager sind der objektive Status Quo und die Verbesserungspotentiale. Die Unternehmensleitung stellt dem Projektmanager möglicherweise irgendwann laut und deutlich diese oben zitierte Frage. Für sie zählen neben Status Quo und Potentialen zusätzlich noch das Benchmarking mit anderen und die Möglichkeit, die erfolgreiche Arbeit mit einem Qualitätssiegel bestätigt zu bekommen.

6. Welche Software wird für Projektmanagement benötigt?

Für die erfolgreiche Anwendung von Projektmanagement braucht es keine Software. Vielfach ist sie sogar schädlich. Die Beschäftigung mit Software versperrt den Blick auf das Wesentliche. Konzentriert man sich darauf, Projekte mit Software abzubilden, geht es um Schnittstellen, Einbettung, Datenkonsistenz, Workflow, kurzum um Technik.

5. Wozu benötigt man eine Projektmanagement-Methode?

Eine Grundvoraussetzung der erfolgreichen Arbeit als Projektmanager ist es, aus Erfahrungen zu lernen, also zum einen Bewährtes zu wiederholen und zum anderen Dinge, die nicht zum Ziel geführt haben, zukünftig zu vermeiden. Wenn sich diese Abläufe bei dieser Person einspielen, hat das „Methode“. Der Verantwortliche hat seine Methode entwickelt und wendet sie zukünftig fortwährend an. Tun dies alle Projektmanager eines Unternehmens, dann verfügt es über eine Schar von Einzelhelden für Projekte. Jeder macht es auf seine Art. Der Erfolg eines Projektes wird abhängig von einer einzelnen Person. Nicht auszudenken, wenn ein anderer dieses Projekt übernehmen soll.

4. Wie viel kostet Projektmanagement?

In Zahlen ausgedrückt heißt es meist, dass das Projektmanagement mindestens fünf bis sieben Prozent des Projektbudgets ausmacht. Wer diese Budgetposition nun jedoch als Overhead mit Einsparpotenzial identifiziert, ist schlecht beraten. Mit diesem Posten wird der Projekterfolg sichergestellt und Zeit- und Kostenüberschreitung vermieden.

3. Wodurch wird Projektmanagement richtig wirksam?

Projektmanagement wirkt immer innerhalb eines organisatorischen Systems. Es kann sich auf ein einzelnes Projekt beziehen, oder auf einen Bereich, der mehrere Projekte verantwortet. So ein System ist vielschichtig: Zunächst einmal sind da Menschen mit unterschiedlichen Skills und Interessen, die in diesem System arbeiten. Zum zweiten beinhaltet es Prozesse, die angewandt werden. Weiterhin arbeitet man mit unterschiedlichen Hilfsmitteln, wie Methoden, Dokumente und Tools. Zuletzt spielt die entscheidende und am schwierigsten zu greifende Komponente in diesem System, die über langjährige Erfahrung geprägte Unternehmenskultur, die zu bestimmten Verhaltensweisen führt, eine entscheidende Rolle.

2. Wer sollte sich in einem Unternehmen mit Projektmanagement beschäftigen?

Fast jeder Mitarbeiter hat mit Projekten zu tun. Im Kleinen zumindest plant er die Bearbeitung seiner Aufgaben, schreibt Listen, sortiert seine Unterlagen. Spannend wird es dann, wenn die Aufgaben mehrerer Kollegen zu koordinieren sind und wenn es einen Auftraggeber gibt, der in Erfahrung bringen möchte, wie es um sein Projekt steht.

1. Ab wann braucht man Projektmanagement?

Vielfach wird der Bedarf für Projektmanagement an einem Mindestbudget, einer Mindestlaufzeit oder an der Anzahl der beteiligten Projektmitarbeiter festgemacht. Dieser Ansatz ist zu kurz gegriffen. Projektmanagement bedeutet zunächst einmal zusätzlichen Aufwand, sprich Aktivitäten, die über die anstehende Facharbeit hinaus betrieben werden. Diese zusätzlichen Managementaktivitäten müssen gerechtfertigt sein. Sie begründen sich dadurch, dass das Vorhaben, das es zu bewältigen gilt, ein Management erforderlich macht.

Natürlich streben auch wir danach, die Vorteile und Erkenntnisse aus unseren Beratungsprojekten und Trainings für uns intern zu nutzen. So haben wir unsere Jahresbilanz auf Basis des PRINCE2®-Prinzips "aus Erfahrungen lernen" erstellt. Daraus haben wir für dich eine Checkliste erstellt, die dir bei der persönlichen Jahresplanung deiner Projektarbeit helfen soll. Nimm dir eine Stunde Zeit und beantworte diese Fragen offen und ehrlich. Mach  dich auf erhellende Momente gefasst und formuliere deine persönlichen Projektziele für 2012:

In unseren Trainings taucht als eines der drängendsten Probleme in der Projektmanagement-Praxis immer wieder der Punkt "Zusatzanforderungen im Projektverlauf (auch als Scope Creep bekannt)" auf. Mir stellt sich immer die Frage, ob das Problem wirklich die Zusatzanforderungen sind? Kann der Kunde wirklich zu Beginn des Projekts schon genau wissen, welche Funktionalitäten/Produkte er am Ende in welcher Ausprägung erwartet? Und warum ist es so schlimm, wenn die Zusatzerkenntnisse im Projektverlauf dazu führen, dass noch weitere Produkte mit aufgenommen werden sollen?